Ein eigenes Sonnenstudio in Österreich ist eine planbare, aber kapitalintensive Gründung. Stabile Nachfrage trifft auf strenge Auflagen, hohe Geräteinvestitionen und enge Hygiene-Pflichten. Wer von Anfang an sauber plant, baut ein tragfähiges Studio auf. Wer zu früh investiert, korrigiert später teuer.

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Du willst ein Solarium in Österreich eröffnen? Die gute Nachricht zuerst: Der Betrieb eines Solariums ist nach der Gewerbeordnung ein freies Gewerbe. Du brauchst also keine Meisterprüfung und keinen Befähigungsnachweis. Die Anmeldung erfolgt bei der zuständigen Bezirkshauptmannschaft oder dem Magistrat.
Worauf es trotzdem ankommt, ist die richtige Reihenfolge: Konzept und Standort, gefolgt von Kosten- und Wirtschaftlichkeitsrechnung, danach Gewerbeanmeldung, Klärung der Betriebsanlage, Geräteauswahl nach Solarienverordnung, Schulung des Personals und schließlich Hygiene, Jugendschutz und Marketing. Wer einen Schritt überspringt, riskiert teure Korrekturen — etwa Geräte, die nicht zulassungsfähig sind, oder einen Mietvertrag in einer Räumlichkeit ohne ausreichende Lüftung.
Für die Gründung solltest du mit rund 80.000 bis 150.000 € an Startkapital rechnen. Der größte Posten sind die UV-Geräte, dazu kommen Umbau, Lüftung, Einrichtung, Schulung und das erste Marketing.
In diesem Leitfaden findest du die elf wichtigsten Schritte auf dem Weg zu deinem eigenen Sonnenstudio — mit konkreten Auflagen, Kostentabellen, Checklisten und allen rechtlichen Vorgaben, die in Österreich gelten.
Ein Solarium in Österreich zu eröffnen, läuft in einer klaren Reihenfolge. Wer zuerst Geräte kauft oder Mietverträge unterschreibt, bevor die Auflagen und die Wirtschaftlichkeit geklärt sind, riskiert teure Korrekturen. Die folgenden elf Schritte führen dich von der ersten Idee bis zur Eröffnung — in der Reihenfolge, in der jede Entscheidung sinnvoll auf die vorherige aufbaut.
👉 Tipp: Arbeite die Schritte bewusst von oben nach unten ab. Jeder Schritt liefert die Information, die du für den nächsten brauchst.
Bevor du dir einen Standort suchst oder Geräte vergleichst, brauchst du eine klare Antwort auf eine einzige Frage: Wem genau willst du was anbieten? Daraus ergibt sich fast alles Weitere — die Lage, die Geräte, die Preise und die spätere Marketingstrategie.
In Ă–sterreich haben sich drei Wege etabliert, ein Solarium zu starten. Jeder hat eigene Vor- und Nachteile.
Neben dem Modell solltest du dir früh über deine Zielgruppe klar werden. Klassische Sonnenstudio-Kund:innen sind eher jung, mehrheitlich weiblich und legen Wert auf Wellness, Pflege und ein angenehmes Ambiente. Wenn du dein Angebot um Beauty-Behandlungen, Pflegeprodukte oder Spray-Tanning erweiterst, sprichst du eine etwas breitere Klientel an und erhöhst den Umsatz pro Besuch.
Auch die Preislogik gehört in dieses Kapitel: Verkaufst du Einzelminuten, Pakete oder Mitgliedschaften? Bietest du Treuerabatte und saisonale Aktionen? Diese Entscheidungen prägen später deine Umsatzplanung und dein Kassen- und Buchungssystem.
đź’ˇ Hinweis: Ein Franchise wirkt am Anfang sicher, ist aber nicht automatisch gĂĽnstiger. Rechne EinstiegsgebĂĽhr, laufende Lizenzkosten und Vorgaben zur Einrichtung mit ein, bevor du dich entscheidest.
Ein Solarium lebt von Laufkundschaft und Wiederkehrern aus dem direkten Einzugsgebiet. Der Standort entscheidet daher über Auslastung, Preisniveau und langfristige Wirtschaftlichkeit. Genauso wichtig: Die Räumlichkeit muss die Anforderungen der Solarienverordnung und die örtliche Bauordnung erfüllen. Beides solltest du gemeinsam prüfen, bevor du einen Mietvertrag unterschreibst.
Achte bei der Standortwahl auf folgende Faktoren:
Die Solarienverordnung stellt zusätzlich konkrete Anforderungen an die Räumlichkeit selbst. Diese Punkte solltest du vor Mietabschluss mit Vermieter:in und gegebenenfalls Baubehörde klären:
⚠️ Achtung: Kläre vor Mietvertragsabschluss mit der Baubehörde und der Bezirkshauptmannschaft oder dem Magistrat, ob am gewünschten Standort der Betrieb eines Solariums grundsätzlich zulässig ist. Flächenwidmung und Bebauungsvorschriften können den Betrieb ausschließen — auch in einem leerstehenden Geschäftslokal. Viele Behörden bieten dafür einen Bausprechtag oder eine Vorabklärung an.
Die häufigste Frage zur Solarium-Gründung lautet: Was kostet das Ganze? Eine pauschale Zahl gibt es nicht — aber eine belastbare Bandbreite. Für ein neues Solarium in Österreich solltest du mit rund 80.000 bis 150.000 € an Startkapital rechnen. Bei einer Übernahme oder im Franchise-Modell variiert die Spanne, je nach Größe, Lage und Geräteanzahl.
Der größte Kostenblock sind die UV-Geräte. Dazu kommen Umbau, Einrichtung, Behördenkosten, Schulung und das erste Marketing.
Neben der einmaligen Investition entstehen laufende Betriebskosten. Sie bestimmen, ab welcher Auslastung dein Studio profitabel wird.
Die Investition lässt sich in der Regel nicht aus einer einzigen Quelle decken. Üblich ist ein Mix aus:
Wie viel man mit einem Solarium verdient, hängt von vier Faktoren ab: Anzahl der Geräte, Auslastung, Preisniveau und Zusatzumsätze. Eine grobe Logik zur Orientierung: Wenn ein Gerät pro Tag durchschnittlich zwei bis drei Stunden gebucht wird und du Pflegeprodukte sowie Pakete verkaufst, lassen sich pro Gerät mehrere Tausend Euro Umsatz pro Monat erzielen. Der Gewinn entsteht aber erst nach Abzug von Miete, Strom, Personal und Wartung.
Plane unbedingt saisonale Schwankungen ein. Im Winter und im Frühjahr läuft das Geschäft erfahrungsgemäß deutlich besser als in den Sommermonaten. Dein Cashflow muss diese Schwankungen auffangen können.
đź’ˇ Merke: Rechne mit einer Break-even-Auslastung von etwa 30 bis 40 % der theoretischen Maximalbelegung. Erst darĂĽber wird dein Studio nachhaltig profitabel.
Der Businessplan ist nicht nur ein Pflichtdokument für die Bank — er ist dein eigener Stresstest. Er zwingt dich, alle vorherigen Überlegungen schriftlich durchzurechnen und Lücken zu schließen, bevor du Geld in die Hand nimmst.
Ein tragfähiger Businessplan für ein Sonnenstudio enthält die folgenden Bausteine:
Banken und Förderstellen achten besonders auf die Plausibilität der Umsatzplanung. Wenn du sehr optimistische Zahlen ohne Begründung ansetzt, verlierst du Vertrauen. Besser sind realistische Annahmen mit einer klar nachvollziehbaren Rechnung pro Gerät, pro Tag, pro Saison.
👉 Tipp: Das Gründerservice der WKO prüft Businesspläne kostenfrei und liefert oft wertvolle Hinweise zu lokalen Förderungen und zur Wirtschaftlichkeit. Nutze diese Beratung, bevor du den Plan bei der Bank einreichst.
Der Betrieb eines Solariums ist in Österreich ein freies Gewerbe nach der Gewerbeordnung (GewO). Das bedeutet: Du brauchst keinen Befähigungsnachweis — also keine Meisterprüfung, keine Berufsausbildung und keinen Branchennachweis. Die Gewerbeanmeldung bei der zuständigen Behörde ist der erste formale Schritt. Zusätzlich musst du aber die Solarienverordnung einhalten und gegebenenfalls eine Betriebsanlagengenehmigung einholen.
In Österreich meldest du das Gewerbe bei der Bezirkshauptmannschaft am Standort des Betriebs an. In Städten mit eigenem Statut (z. B. Wien, Graz, Linz, Salzburg, Innsbruck, Klagenfurt, Villach, Steyr, Wels, Eisenstadt, Krems, Sankt Pölten, Waidhofen an der Ybbs, Rust) ist der Magistrat zuständig.
Damit du das Gewerbe antreten kannst, müssen folgende persönliche Voraussetzungen erfüllt sein:
Sobald die Anmeldung verarbeitet ist, kannst du das Gewerbe antreten. Drei weitere Schritte folgen automatisch oder mĂĽssen aktiv erledigt werden:
Welche Rechtsform für dich passt, hängt von Haftung, Steuerlast und Wachstumsplänen ab.
💡 Hinweis: Die Wahl der Rechtsform wirkt sich direkt auf Buchführungspflicht, Steuerbelastung und persönliche Haftung aus. Lass dich vor der Anmeldung von einer Steuerberatung oder dem WKO-Gründerservice beraten.
Neben der reinen Gewerbeanmeldung ist die Betriebsanlagengenehmigung der zweite zentrale Rechtsblock. Sie regelt, ob deine konkrete Anlage — also Räume, Geräte, Lüftung, Hygieneeinrichtungen — zulässig ist.
Die Solarienverordnung (BGBl. Nr. 147/1995 in der geltenden Fassung) schafft eine wichtige Ausnahme: Solarien, die alle Anforderungen der Verordnung erfüllen und ausschließlich Geräte vom UV-Typ 3 verwenden, begründen für sich allein keine Genehmigungspflicht einer gewerblichen Betriebsanlage (§ 2 Solarienverordnung).
Das heißt aber nicht, dass du automatisch ohne Genehmigung loslegen darfst. Mehrere Punkte können trotzdem zu einer Genehmigungspflicht führen:
Bei einer Übernahme eines bestehenden Studios solltest du zusätzlich prüfen, ob für die Räume eine Benützungsbewilligung der Baubehörde vorliegt und ob die ursprüngliche Betriebsanlagengenehmigung noch gilt.
Bevor du investierst, ist eine Vorabklärung mit der Bezirkshauptmannschaft oder dem Magistrat ratsam. Viele Behörden bieten dafür einen Bausprechtag oder einen Betriebsanlagensprechtag an. Dort kannst du Pläne und Konzept vorlegen und prüfen lassen, ob eine Genehmigung erforderlich ist.
Wenn eine Betriebsanlagengenehmigung nötig ist, brauchst du in der Regel folgende Unterlagen:
⚠️ Achtung: Mit dem Umbau oder dem Betrieb darfst du erst beginnen, wenn der Genehmigungsbescheid rechtskräftig ist. Starte Investitionen erst nach dieser Klärung — sonst riskierst du teure Rückbauten oder eine Untersagung des Betriebs.
Die Geräteauswahl ist nicht nur eine Frage von Komfort und Preis. UV-Bestrahlungsgeräte sind in Österreich detailliert reguliert. Wer Geräte ohne Norm-Konformität kauft, riskiert die Verweigerung der Genehmigung und teure Nachbesserungen.
Im gewerblichen Betrieb sind nur zwei Gerätetypen relevant:
⚠️ Achtung: Geräte mit der Bezeichnung „Typ 03" sind nicht automatisch identisch mit dem UV-Typ 3 nach Solarienverordnung. Manche Geräte überschreiten in einzelnen Wellenlängenbereichen die zulässige Flächenleistungsdichte. Prüfe das Gutachten vor dem Kauf.
Jedes Gerät muss folgende Nachweise und Eigenschaften erfüllen:
Neben dem Gerät selbst schreibt die Solarienverordnung die folgende Ausstattung vor:
👉 Tipp: Verhandle Kaufverträge so, dass sie unter der Bedingung einer positiv erfolgten behördlichen Genehmigung abgeschlossen werden können. Sonst hast du Geräte stehen, die du nicht betreiben darfst.
Ein Solarium darf in Österreich nicht wie ein unbeaufsichtigter Automat laufen. Die Solarienverordnung schreibt vor, dass während der gesamten Betriebszeiten eine Person anwesend sein muss, die nachweislich Kenntnisse über die Gefahren der UV-Bestrahlung und der Hygiene hat. Das wirkt sich direkt auf deine Personalplanung, deine Schichten und deine Öffnungszeiten aus.
Eine Schulung zur Besonnungsberatung deckt mindestens diese Inhalte ab:
Die fachliche Grundlage in Österreich ist die ÖNORM EN 16489 (Teile 1 bis 3): Anforderungen an Ausbildungsdienstleistungen, an die Qualifikation der Sonnenstudio-Fachkraft und an die Bereitstellung der Dienstleistung. Sie hat die früheren ÖNORMEN S 1131 und S 1132 ersetzt. Schulungen werden in Österreich von Fachausbildungsanbietern und von Geräteherstellern angeboten.
Eines der wichtigsten Prinzipien: Solarien dürfen nicht zur Selbstbedienung eingerichtet sein. Auch wenn du Münz-, Jeton- oder Wertmarkenautomaten einsetzt, brauchst du zusätzlich eine geschulte Person vor Ort. Das gilt für die gesamte Betriebszeit.
Sobald dein Studio geöffnet hat, beginnen die laufenden Betriebspflichten. Sie entscheiden über Behördenkonformität, Haftung und das Vertrauen deiner Kundschaft. Die Solarienverordnung ist hier sehr konkret.
Reparatur- und Wartungsarbeiten an UV-Bestrahlungsgeräten dürfen nur durch Fachunternehmen durchgeführt werden. Eine wichtige Ausnahme: Der Austausch von unbrauchbar gewordenen UV-Strahlungsquellen durch solche gleichen Typs ist auch ohne Fachunternehmen zulässig.
Wartungsintervalle ergeben sich aus der Gebrauchsanweisung des Herstellers. Zusätzlich brauchst du regelmäßige Überprüfungen, deren Ergebnisse im Prüfbuch dokumentiert werden.
Für jedes UV-Bestrahlungsgerät musst du ein Prüfbuch führen. Es enthält:
Das Prüfbuch muss bis zum Ablauf von drei Jahren nach der letzten Eintragung im Betrieb aufbewahrt werden, damit Behördenorgane jederzeit Einsicht nehmen können.
Seit 1. September 2010 gilt in Ă–sterreich ein striktes BenĂĽtzungsverbot fĂĽr Personen unter 18 Jahren (BGBl. II Nr. 106/2010). Als Betreiber:in musst du durch geeignete MaĂźnahmen sicherstellen, dass diese Altersgrenze eingehalten wird.
Ein Solarium verkauft keine Bräune — es verkauft ein wiederkehrendes Wohlfühl-Erlebnis. Welche Preise du nimmst, welche Pakete du anbietest und wie du das Studio gestaltest, entscheidet darüber, ob Kund:innen einmalig kommen oder Stammkundschaft werden.
Die Solarienverordnung enthält in § 3.7 eine konkrete Vorgabe zu Blockkarten: Sie dürfen im Vorverkauf nur abgegeben werden, wenn die Verrechnung entsprechend der Bestrahlungsdauer (beim kürzesten empfohlenen Bestrahlungsabstand für 250 J/m²) erfolgt und eine Rückerstattung möglich ist. Gestalte deine AGB und dein Kassensystem von Anfang an so, dass diese Bedingung erfüllt ist.
Pflegeprodukte und Beauty-Add-ons sind ein zentraler Hebel fĂĽr mehr Umsatz pro Besuch:
💡 Hinweis: Sammle Kundendaten von Anfang an strukturiert und DSGVO-konform. Eine saubere Kundendatei ist später die Basis für Marketingaktionen, Treueprogramme und Auswertung der Auslastung.
Marketing solltest du erst hochfahren, wenn alle Vorarbeiten erledigt sind: Betriebsanlage geklärt, Geräte abgenommen, Personal geschult, Hygieneprozesse eingespielt. Sonst riskierst du, Kund:innen anzuziehen, bevor du liefern kannst — und vergisst gleichzeitig wertvolle Last-Minute-Pflichten.
👉 Tipp: Plane die ersten zwei bis vier Wochen als Soft-Opening mit reduzierter Auslastung. So kannst du Abläufe testen, ohne von Anfang an Wartezeiten oder Reklamationen zu produzieren.
Du brauchst ein klares Konzept, einen geeigneten Standort, ausreichend Startkapital, eine Gewerbeanmeldung bei der Bezirkshauptmannschaft oder dem Magistrat, gegebenenfalls eine Betriebsanlagengenehmigung, normgerechte UV-Geräte sowie eine geschulte Person für die Betriebszeiten. Pflicht sind außerdem Dusche, WC, Lüftung und ein Prüfbuch je Gerät.
Für eine vollständige Neugründung in Österreich solltest du mit rund 80.000 bis 150.000 € Startkapital rechnen. Den größten Anteil machen die UV-Geräte aus, gefolgt von Umbau, Lüftung, Einrichtung und Marketing. Dazu kommen laufende Monatskosten zwischen 4.000 und 12.000 €, je nach Größe, Lage und Personalaufwand.
Der Verdienst hängt von Auslastung, Preisniveau, Zusatzumsätzen und Standort ab. Pro Gerät sind bei guter Auslastung mehrere Tausend Euro Umsatz pro Monat realistisch — der Gewinn ergibt sich nach Abzug von Miete, Strom, Personal, Wartung und Versicherung. Plane mit einer Break-even-Auslastung von etwa 30 bis 40 % der theoretischen Maximalbelegung pro Gerät.
Ja. Der Betrieb eines Solariums ist nach der Gewerbeordnung ein freies Gewerbe. Du brauchst keinen Befähigungsnachweis. Die Anmeldung erfolgt bei der zuständigen Bezirkshauptmannschaft oder beim Magistrat. Mit der Anmeldung wirst du automatisch Mitglied der Wirtschaftskammer und pflichtversichert bei der SVS. Zusätzlich gelten die Pflichten aus der Solarienverordnung und gegebenenfalls aus dem Betriebsanlagenrecht.
Das hängt von Geräten und Räumen ab. Solarien, die ausschließlich Geräte vom UV-Typ 3 verwenden und alle Anforderungen der Solarienverordnung erfüllen, begründen für sich allein keine Genehmigungspflicht (§ 2 Solarienverordnung). Sobald Geräte vom UV-Typ 4, Zusatzangebote wie Gastronomie oder Fitness oder bauliche Veränderungen dazukommen, ist eine Genehmigung in der Regel erforderlich. Kläre das vor Mietvertrag und Investition mit der Behörde.
Nein. Die Solarienverordnung schreibt ein Selbstbedienungsverbot vor. Auch bei Münz- oder Jetonautomaten muss während der Betriebszeiten eine fachkundige Person anwesend sein. Unbeaufsichtigte 24/7-Konzepte sind in Österreich nicht zulässig.
Nein. Seit 1. September 2010 ist die Benützung von Solarien für Personen unter 18 Jahren verboten. Du musst durch geeignete Maßnahmen sicherstellen, dass die Altersgrenze eingehalten wird — etwa durch Lichtbildausweis-Kontrolle oder Ausgabe von Zutrittscodes nur an Volljährige. Ein bloßes Verbotsschild reicht nicht. Auch eine schriftliche Erlaubnis der Eltern hebt das Verbot nicht auf.
Ein Franchise ist eine Option für Gründer:innen ohne Branchenerfahrung oder mit begrenztem Eigenkapital. Du profitierst von einer bekannten Marke, geschulten Abläufen und gebündeltem Einkauf. Im Gegenzug zahlst du Einstiegsgebühr und laufende Lizenzkosten und bist an Vorgaben gebunden. Rechne beide Szenarien — Neugründung und Franchise — vor der Entscheidung detailliert durch.

Ein Solarium in Österreich zu eröffnen ist machbar — vorausgesetzt, du arbeitest die wichtigsten Schritte sauber in der richtigen Reihenfolge ab. Der formale Einstieg ist als freies Gewerbe überschaubar. Komplexer wird es bei Standortwahl, Betriebsanlage, Geräteauswahl und den laufenden Pflichten aus der Solarienverordnung.
Wer früh in Hygiene, geschultes Personal und ein konsistentes Service-Erlebnis investiert, schafft die Basis für stabile Stammkundschaft. Halte deine Kosten realistisch im Blick, plane saisonale Schwankungen ein und kläre alle Auflagen mit der Behörde vor Mietvertrag und Gerätekauf. Dann hast du nicht nur ein rechtssicheres Studio, sondern auch eines, das wirtschaftlich tragfähig ist.
lg Christian und das Team von shoperate
Alle Angaben in diesem Artikel wurden nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert. Eine Garantie kann dafĂĽr aber nicht abgegeben werden. Insbesondere stellt dieser Artikel keine Rechts- oder Steuerberatung dar.
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