Kassenbericht

Vorlage, Pflicht & Anleitung

Letztes Update:
16.3.2026

Kassenbericht

Christian

Christian

GrĂŒnder von shoperate

Die smarte Registrierkasse

Ein Kassenbericht dokumentiert alle Bargeldbewegungen eines GeschĂ€ftstages. Er enthĂ€lt Anfangsbestand, Einnahmen, Ausgaben und den gezĂ€hlten Endbestand. Aus diesen Angaben wird die Tageslosung berechnet. Der Kassenbericht ist Pflicht fĂŒr buchfĂŒhrende Unternehmen in Österreich. Erfahre, wer einen Kassenbericht erstellen muss, welche Pflichtangaben er enthalten muss, wie du ihn Schritt fĂŒr Schritt richtig ausfĂŒllst und welche Fehler du bei der KassenfĂŒhrung unbedingt vermeiden solltest.

Kassenbericht

Was ist ein Kassenbericht?

Ein Kassenbericht dokumentiert sĂ€mtliche Bargeldbewegungen eines GeschĂ€ftstages. Er erfasst alle Bareinnahmen und Barausgaben und ermittelt daraus die sogenannte Tageslosung — also den tatsĂ€chlichen Barumsatz eines Tages.

Der Kassenbericht dient als Nachweis fĂŒr eine ordnungsgemĂ€ĂŸe KassenfĂŒhrung. Gerade bei einer offenen Ladenkasse ist er die einzige Möglichkeit, die tĂ€glichen Bargeldbewegungen lĂŒckenlos zu dokumentieren. Ohne Kassenbericht fehlt dem Finanzamt die Grundlage, um die Richtigkeit deiner BarumsĂ€tze nachzuvollziehen.

Konkret zeigt ein Kassenbericht:

  • den Kassenbestand zu Beginn des Tages (Anfangsbestand)
  • alle Bareinnahmen (z. B. VerkĂ€ufe, Trinkgeld)
  • alle Barausgaben (z. B. EinkĂ€ufe, Bankeinzahlungen)
  • den gezĂ€hlten Kassenbestand am Ende des Tages (Endbestand)
  • die daraus berechnete Tageslosung

Die Tageslosung ist nicht der Endbestand der Kasse, sondern der rechnerische Barumsatz des Tages. Die Formel dafĂŒr lautet:
👉 Tageslosung = Endbestand − Anfangsbestand + Ausgaben − Einlagen

Kassenbericht Beispiel: Tagesbericht eines Cafés

Position Betrag (€)
Anfangsbestand 200,00
+ Bareinnahmen 320,00
− Barausgaben 45,00
− Bankeinzahlung 200,00
Endbestand (gezÀhlt) 275,00
Tageslosung 275 − 200 + 45 + 200 = 320,00

Dieses Beispiel zeigt, wie ein Kassenbericht in der Praxis aufgebaut ist. Der gezĂ€hlte Endbestand dient als Grundlage fĂŒr die Berechnung der Tageslosung.

Wer muss einen Kassenbericht fĂŒhren?

GrundsĂ€tzlich muss jedes Unternehmen in Österreich einen Kassenbericht fĂŒhren, das BargeschĂ€fte tĂ€tigt und der BuchfĂŒhrungspflicht unterliegt. Die rechtliche Grundlage ergibt sich aus der Bundesabgabenordnung (BAO) und dem Umsatzsteuergesetz (UStG).

Zwei Paragrafen sind dabei zentral:

  • § 18 Abs. 1 UStG: Der Unternehmer ist verpflichtet, Aufzeichnungen zur Feststellung der Steuer zu fĂŒhren.‍
  • § 131 Abs. 1 Z 2 lit. b BAO: Kasseneinnahmen und Kassenausgaben sollen tĂ€glich festgehalten werden.
Unternehmensform Kassenberichtpflicht Ausnahme
Gewerbetreibende Ja Nur wenn Umsatz unter 700.000 € und Gewinn unter 55.000 € brutto – dann keine Bilanzierungspflicht
Freiberufler Nein Keine BuchfĂŒhrungspflicht – freiwilliger Kassenbericht möglich
Gesellschaften (GmbH, OG, KG) Ja Nicht bei GbR oder PartG, sofern keine Bilanzierungspflicht besteht
Land- und Forstwirte Ja Nur bei Überschreitung der Umsatz- und Gewinngrenzen

⚠ Achtung: Sobald die Umsatzgrenzen des § 131b BAO ĂŒberschritten werden, gilt die Registrierkassenpflicht — und damit in der Regel auch die Pflicht zur FĂŒhrung eines Kassenberichts. Das betrifft auch Freiberufler.

Wenn du ausschließlich bargeldlose Zahlungen abwickelst, entfĂ€llt die Kassenberichtpflicht. In der Praxis werden Bargeldbewegungen meist ĂŒber tĂ€gliche Kassenberichte dokumentiert.

Kassenbericht und Kassenbuch – der Unterschied

Der Kassenbericht und das Kassenbuch hĂ€ngen zusammen, erfĂŒllen aber unterschiedliche Aufgaben. Ein hĂ€ufiger Fehler ist, beide Begriffe gleichzusetzen.

Merkmal Kassenbericht Kassenbuch
Zeitraum Einzelner GeschÀftstag Fortlaufend (Monat/Jahr)
Inhalt Tageslosung, Anfangs-/Endbestand Alle einzelnen BargeschÀftsvorfÀlle
Funktion TĂ€glicher Nachweis der Bargeldbewegung Laufende BuchfĂŒhrung aller Barbewegungen
Zusammenhang Liefert die Grundlage fĂŒr das Kassenbuch Baut auf den tĂ€glichen Kassenberichten auf

Kurz gesagt: Der Kassenbericht ist der tĂ€gliche Baustein, das Kassenbuch das Gesamtwerk. Ohne korrekte tĂ€gliche Kassenberichte kann auch das Kassenbuch nicht ordnungsgemĂ€ĂŸ gefĂŒhrt werden.

👉 Tipp: Alles Weitere zum Thema Kassenbuch — Aufbau, Pflichten, Praxistipps — findest du in unserem separaten Leitfaden zum Kassenbuch.

Aufbau eines Kassenberichts

Damit ein Kassenbericht vom Finanzamt als ordnungsgemĂ€ĂŸ anerkannt wird, muss er bestimmte Pflichtangaben enthalten. Fehlt eine dieser Angaben, kann der Bericht bei einer BetriebsprĂŒfung beanstandet werden.

Pflichtfelder im Überblick:

  • Datum des GeschĂ€ftstages
  • Fortlaufende Nummer (lĂŒckenlose Nummerierung)
  • Anfangsbestand (= Endbestand des Vortags)
  • Bareinnahmen des Tages (einzeln oder als Summe)
  • Barausgaben des Tages (einzeln oder als Summe)
  • Endbestand (tatsĂ€chlich gezĂ€hlter Kassenbestand)
  • Tageslosung (berechneter Barumsatz)
  • Unterschrift des Kassenverantwortlichen
Pflichtangabe Beschreibung Beispiel
Datum Tag der KassenfĂŒhrung 01.04.2026
Laufende Nr. Fortlaufend, ohne LĂŒcken KB-078
Anfangsbestand Kassenbestand zu Tagesbeginn 200,00 €
Einnahmen Summe aller Bareinnahmen 75,00 €
Ausgaben Summe aller Barausgaben 25,00 €
Endbestand TatsĂ€chlich gezĂ€hlter Bestand 250,00 €
Tageslosung Berechneter Barumsatz 75,00 €
Unterschrift Verantwortliche Person M. Hofer

⚠ Achtung: Der Endbestand muss immer durch einen Kassensturz ermittelt werden — also durch tatsĂ€chliches ZĂ€hlen des Bargelds. Ein rein rechnerischer Endbestand genĂŒgt nicht.

Kassenbericht richtig erstellen – Schritt fĂŒr Schritt

Die Erstellung eines Kassenberichts folgt einer klaren Reihenfolge. Wenn du diesen Ablauf tĂ€glich einhĂ€ltst, erfĂŒllst du die gesetzlichen Anforderungen und bist bei einer BetriebsprĂŒfung auf der sicheren Seite.

Schritt 1 – Anfangsbestand ĂŒbernehmen Trage den Kassenbestand zu Beginn des GeschĂ€ftstages ein. Dieser entspricht dem Endbestand des Vortags. Am ersten Tag nach einer Neueröffnung ist der Anfangsbestand das eingelegte Wechselgeld.

Schritt 2 – Einnahmen erfassen Dokumentiere alle Bareinnahmen des Tages. Das können VerkĂ€ufe, Dienstleistungen oder sonstige Bareinzahlungen sein. Jede Einnahme wird mit Belegnummer und Betrag erfasst.

Schritt 3 – Ausgaben erfassen Halte alle Barausgaben fest — zum Beispiel den Einkauf von Verbrauchsmaterial, Bankeinzahlungen oder Privatentnahmen. Auch hier: Belegnummer und Betrag angeben.

Schritt 4 – Kassensturz durchfĂŒhren ZĂ€hle das Bargeld in der Kasse am Ende des Tages. Dieser gezĂ€hlte Betrag ist der Endbestand. Am besten verwendest du dafĂŒr ein ZĂ€hlprotokoll, in dem jede StĂŒckelung einzeln erfasst wird.

Schritt 5 – Tageslosung berechnen Berechne die Tageslosung nach der Formel:
Tageslosung = Endbestand − Anfangsbestand + Ausgaben − Einlagen

Schritt 6 – Unterschreiben und ablegen Der Kassenverantwortliche unterschreibt den Bericht. Anschließend wird der Kassenbericht chronologisch abgelegt — entweder in Papierform oder digital.

Retrograder Kassenbericht

Ein retrograder Kassenbericht berechnet die Tageslosung rĂŒckwĂ€rts — also vom gezĂ€hlten Endbestand ausgehend. Diese Methode ist in der Praxis die gĂ€ngigste, weil sie auf dem tatsĂ€chlichen Kassensturz basiert.

Die Berechnung folgt dieser Logik:

  1. Endbestand zÀhlen (Kassensturz)
  2. Anfangsbestand abziehen
  3. Ausgaben addieren (weil sie den Kassenbestand gesenkt haben)
  4. Einlagen abziehen (weil sie den Kassenbestand erhöht haben, ohne Umsatz zu sein)

Formel:
👉 Tageslosung = Endbestand − Anfangsbestand + Ausgaben − Einlagen

Der Vorteil dieser Methode: Du gehst vom tatsĂ€chlich vorhandenen Bargeld aus — nicht von gebuchten Zahlen. So werden ZĂ€hlfehler oder vergessene Buchungen schneller sichtbar.

💡 Merke: Der retrograde Kassenbericht gilt als die zuverlĂ€ssigste Methode und wird vom Finanzamt bevorzugt, weil er auf dem realen Kassenbestand basiert.

Kassenbericht bei offener Ladenkasse

Wer eine offene Ladenkasse fĂŒhrt — also eine Bargeldkasse ohne elektronische Registrierkasse — hat besonders strenge Dokumentationspflichten. Der tĂ€gliche Kassenbericht ist hier unverzichtbar, weil keine automatische Aufzeichnung der UmsĂ€tze erfolgt.

Bei der offenen Ladenkasse gilt:

  • Der Kassenbericht muss tĂ€glich erstellt werden — auch an umsatzschwachen Tagen.
  • Jede Bargeldbewegung muss manuell dokumentiert werden.
  • Ein ZĂ€hlprotokoll ist dringend empfohlen, um den Endbestand nachweisbar zu belegen.
  • Der Kassenbericht bildet die Grundlage fĂŒr die laufende Kassenaufzeichnungen.

Typische Branchen mit offener Ladenkasse sind Gastronomiebetriebe, Friseursalons, MarktstÀnde, kleine EinzelhÀndler und Beauty-Studios.

⚠ Achtung: Bei einer Kassennachschau durch das Finanzamt wird die offene Ladenkasse besonders genau geprĂŒft. Fehlende oder lĂŒckenhafte Kassenberichte können zu HinzuschĂ€tzungen fĂŒhren — das Finanzamt schĂ€tzt dann die UmsĂ€tze höher ein, als sie tatsĂ€chlich waren.

ZĂ€hlprotokoll im Kassenbericht

Das ZĂ€hlprotokoll dokumentiert, wie sich der gezĂ€hlte Kassenbestand zusammensetzt — aufgeschlĂŒsselt nach MĂŒnzen und Scheinen. Es ist die Grundlage fĂŒr einen nachvollziehbaren Kassensturz und stĂ€rkt die Beweiskraft des Kassenberichts.

Ein ZĂ€hlprotokoll enthĂ€lt jede StĂŒckelung mit Anzahl und Teilsumme:

StĂŒckelung Anzahl Summe (€)
100 € 1 100,00
50 € 2 100,00
20 € 3 60,00
10 € 1 10,00
5 € 1 5,00
MĂŒnzen (gesamt) — 3,50
Gesamtbestand 278,50

Auch wenn ein ZĂ€hlprotokoll gesetzlich nicht ausdrĂŒcklich vorgeschrieben ist, empfehlen Steuerberater es grundsĂ€tzlich — besonders bei offener Ladenkasse. Es dokumentiert, dass der Endbestand tatsĂ€chlich gezĂ€hlt und nicht nur rechnerisch ermittelt wurde.

👉 Tipp: Verwende ein vorgedrucktes ZĂ€hlprotokoll oder eine Excel-Vorlage, um den tĂ€glichen Kassensturz schnell und fehlerfrei zu erledigen.

Was tun bei Kassendifferenz im Kassenbericht?

Eine Kassendifferenz entsteht, wenn der gezĂ€hlte Kassenbestand nicht mit dem rechnerischen Bestand ĂŒbereinstimmt. Das kann in jedem Betrieb vorkommen — entscheidend ist, wie du damit umgehst.

Zwei FĂ€lle werden unterschieden:

  • Kassenminus: Weniger Geld in der Kasse als rechnerisch erwartet.
  • Kassenplus: Mehr Geld in der Kasse als rechnerisch erwartet.

Typische Ursachen:

  • Einnahme oder Ausgabe nicht sofort verbucht
  • Wechselgeld falsch herausgegeben
  • ZĂ€hlfehler beim Kassensturz
  • Beleg vergessen oder verloren

Eine Differenz darf nicht ignoriert oder stillschweigend korrigiert werden. Sie muss im Kassenbericht als eigene Position dokumentiert werden:

Datum Buchungstext Betrag (€)
01.04.2026 Kassendifferenz (Minus) −5,00

⚠ Achtung: Folgende Punkte gelten bei einer BetriebsprĂŒfung als Warnsignal:

  • hĂ€ufige Kassendifferenzen ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum
  • große Abweichungen ohne nachvollziehbare Ursache
  • eine negative Kasse — also ein rechnerischer Kassenbestand unter null Euro
  • fehlende ZĂ€hlprotokolle, die den Endbestand belegen

Eine negative Kasse ist grundsÀtzlich unzulÀssig, weil physisches Bargeld nicht unter null fallen kann. Tritt sie rechnerisch auf, deutet das auf fehlerhafte oder unvollstÀndige Aufzeichnungen hin.

Kassenbericht mit Excel oder Software erstellen

Du kannst deinen Kassenbericht manuell auf Papier, mit einer Excel-Vorlage oder mit einer Kassensoftware erstellen. Jede Methode hat Vor- und Nachteile.

Methode Vorteile Nachteile
Papier (handschriftlich) Kein technisches Wissen nötig, sofort einsetzbar FehleranfÀllig, zeitaufwÀndig, schwer archivierbar
Excel-Vorlage Formeln berechnen automatisch, ĂŒbersichtlich, kostenlos Keine Manipulationssicherheit, manueller Aufwand
Kassensoftware / elektronischer Kassenbericht Automatische Berechnung, revisionssicher, GoBD-konform Kosten, Einarbeitungszeit

Eine Excel-Vorlage eignet sich gut fĂŒr Betriebe mit wenigen tĂ€glichen BargeschĂ€ften — etwa ein kleiner Friseursalon oder ein Marktstand. Die Vorlage sollte alle Pflichtangaben enthalten und die Tageslosung automatisch berechnen.

FĂŒr Betriebe mit hohem Bargeldumsatz — etwa in der Gastronomie oder im Einzelhandel — ist eine digitale Kassenlösung in der Regel die bessere Wahl. Ein elektronischer Kassenbericht wird automatisch erstellt, ist manipulationssicher und lĂ€sst sich direkt in die Buchhaltung ĂŒbernehmen.

💡 Merke: Egal welche Methode du wĂ€hlst — die gesetzlichen Pflichtangaben bleiben dieselben. Eine Excel-Vorlage muss genauso vollstĂ€ndig sein wie ein handschriftlicher Bericht.

HĂ€ufige Fehler beim Kassenbericht

Fehler im Kassenbericht können bei einer BetriebsprĂŒfung schwerwiegende Folgen haben — von HinzuschĂ€tzungen bis hin zu Bußgeldern. Diese Fehler kommen in der Praxis besonders hĂ€ufig vor:

  • Kein tĂ€glicher Kassensturz: Der Endbestand wird rechnerisch statt durch ZĂ€hlen ermittelt. Das reicht dem Finanzamt nicht.
  • LĂŒcken in der Nummerierung: Kassenberichte mĂŒssen fortlaufend nummeriert sein — ohne LĂŒcken.
  • Anfangsbestand stimmt nicht mit Vortag ĂŒberein: Der Anfangsbestand muss exakt dem Endbestand des Vortages entsprechen.
  • Negative Kasse: Ein rechnerischer Minusbestand ist ein klares Warnsignal.
  • Fehlende Belege: Jede Barausgabe sollte durch einen Beleg nachgewiesen werden.
  • NachtrĂ€gliche Änderungen: Korrekturen mĂŒssen nachvollziehbar sein — Durchstreichen und neu eintragen, nicht ĂŒberschreiben.
  • Kassenbericht wird nicht tĂ€glich erstellt: Auch an Tagen mit wenig Umsatz muss ein Bericht vorliegen.

👉 Tipp: Erstelle den Kassenbericht immer direkt am Ende des GeschĂ€ftstages — nicht erst am nĂ€chsten Morgen oder gar rĂŒckwirkend fĂŒr die ganze Woche.

FAQ

Ist der Kassenbericht Pflicht in Österreich?

Ja, grundsĂ€tzlich schon — sofern du BargeschĂ€fte tĂ€tigst und der BuchfĂŒhrungspflicht unterliegst. Die BAO verlangt, dass Kasseneinnahmen und Kassenausgaben tĂ€glich festgehalten werden. Gewerbetreibende, Gesellschaften und Land- und Forstwirte mit BargeschĂ€ften sind in der Regel verpflichtet, tĂ€gliche Kassenberichte zu erstellen. Freiberufler ohne Bilanzierungspflicht sind davon ausgenommen, können aber freiwillig einen Kassenbericht fĂŒhren.

Wie oft muss ein Kassenbericht erstellt werden?

Der Kassenbericht sollte tĂ€glich erstellt werden — an jedem GeschĂ€ftstag, an dem Bargeldbewegungen stattfinden. Das ergibt sich aus § 131 BAO. Auch an umsatzschwachen Tagen ist ein Kassenbericht erforderlich, wenn die Kasse geöffnet war. Eine wöchentliche oder monatliche Erstellung genĂŒgt in der Regel nicht den gesetzlichen Anforderungen.

Was bedeutet retrograder Kassenbericht?

Beim retrograden Kassenbericht wird die Tageslosung rĂŒckwĂ€rts berechnet — vom gezĂ€hlten Endbestand ausgehend. Die Formel lautet: Tageslosung = Endbestand − Anfangsbestand + Ausgaben − Einlagen. Diese Methode ist in der Praxis am weitesten verbreitet, weil sie auf dem tatsĂ€chlichen Kassensturz basiert und Fehler schneller sichtbar macht.

Brauche ich bei einer Registrierkasse trotzdem einen Kassenbericht?

In vielen FĂ€llen ja. Die Registrierkasse zeichnet zwar automatisch alle EinzelumsĂ€tze auf, aber der Kassenbericht fasst die Bargeldbewegungen eines Tages zusammen und dokumentiert den gezĂ€hlten Endbestand. Besonders wenn du neben der Registrierkasse auch eine Handkasse fĂŒhrst, brauchst du einen separaten Kassenbericht fĂŒr die Handkasse.

Kann ich den Kassenbericht auch monatlich erstellen?

Das ist grundsĂ€tzlich nicht empfehlenswert. Laut § 131 BAO sollen Kasseneinnahmen und -ausgaben tĂ€glich festgehalten werden. Eine rein monatliche Erstellung birgt das Risiko, dass das Finanzamt die KassenfĂŒhrung als nicht ordnungsgemĂ€ĂŸ einstuft. In AusnahmefĂ€llen — etwa bei sehr geringem Bargeldverkehr — kann ein weniger hĂ€ufiger Rhythmus akzeptabel sein. Sprich das im Zweifel mit deinem Steuerberater ab.

Christian
Christian
GrĂŒnder von shoperate

Der Kassenbericht ist die tĂ€gliche Grundlage einer ordnungsgemĂ€ĂŸen KassenfĂŒhrung. Er dokumentiert alle Bargeldbewegungen eines GeschĂ€ftstages — vom Anfangsbestand ĂŒber die Bareinnahmen und Barausgaben bis zum gezĂ€hlten Endbestand. Daraus ergibt sich die Tageslosung, also der tatsĂ€chliche Barumsatz des Tages.

FĂŒr Unternehmen mit BargeschĂ€ften ist der Kassenbericht in Österreich grundsĂ€tzlich Pflicht. Besonders bei einer offenen Ladenkasse ist er unverzichtbar, weil keine automatische Aufzeichnung erfolgt. Wer seine Kassenberichte tĂ€glich, vollstĂ€ndig und mit ZĂ€hlprotokoll erstellt, ist bei einer BetriebsprĂŒfung auf der sicheren Seite.

Ob du deinen Kassenbericht auf Papier, mit einer Excel-Vorlage oder ĂŒber eine digitale Kassenlösung erstellst — entscheidend sind die gesetzlichen Pflichtangaben und die lĂŒckenlose Dokumentation. HĂ€ufige Fehler wie eine negative Kasse, fehlende Belege oder nachtrĂ€gliche Korrekturen lassen sich mit einem klaren tĂ€glichen Ablauf einfach vermeiden.

lg Christian und das Team von shoperate

shoperate | Die smarte Registrierkasse
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Alle Angaben in diesem Artikel wurden nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert. Eine Garantie kann dafĂŒr aber nicht abgegeben werden. Insbesondere stellt dieser Artikel keine Rechts- oder Steuerberatung dar.

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