Du suchst deine Steuernummer in Österreich? Gemeint ist fast immer die Abgabenkontonummer. Du findest sie in FinanzOnline oder auf Finanzamts-Bescheiden. Als Gründer bekommst du sie nach der steuerlichen Erfassung (z. B. über Verf 24/15/16). Hier siehst du den schnellsten Weg – ohne Verwechslung mit der UID (ATU).

In Österreich ist mit „Steuernummer“ im Alltag fast immer die Abgabenkontonummer gemeint. Das ist die Nummer deines Steuerkontos beim Finanzamt.
WofĂĽr ist sie da?
⚠️ Wichtig: Die Steuernummer/Abgabenkontonummer ist nicht die UID (ATU…). Die UID ist die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer und spielt vor allem im Geschäftsverkehr (B2B/EU) eine Rolle.
👉 Die Steuernummer/Abgabenkontonummer ist in Österreich eine 9-stellige Ziffernfolge.
Sie kann je nach Schreiben oder Anzeige unterschiedlich formatiert sein - manchmal mit Leerzeichen oder Trennzeichen, manchmal ohne. Typische Schreibweisen sind zum Beispiel:
Bis Ende 2020 war die Abgabenkontonummer (umgangssprachlich „Steuernummer“) typischerweise so aufgebaut, dass die ersten 2 Stellen als Finanzamtsnummer gelesen wurden (und der Rest die individuelle Nummer inkl. PrĂĽfziffer war). Â
Seit der ZusammenfĂĽhrung der Finanzämter mit 1. Jänner 2021 wird diese Trennung nicht mehr vorgenommen. Die Nummer ist weiterhin 9-stellig und dient der eindeutigen Zuordnung deines Abgabenkontos, aber „erste zwei Ziffern = zuständiges Finanzamt“ ist als Faustregel nicht mehr sauber. Â
💡 Praxis-Tipp: Wenn du wissen willst, welches Finanzamt zuständig ist, geh nicht über „Ziffern raten“, sondern über FinanzOnline/Schreiben oder direkt die Zuständigkeit (Adresse/Ort) klären.
In der Praxis bleibt sie heute in der Regel gleich (sie wird nicht ständig „neu vergeben“, nur weil sich etwas ändert). Wenn du unsicher bist: orientiere dich immer an FinanzOnline bzw. am aktuellsten Bescheid.
Am schnellsten findest du deine Steuernummer dort, wo das Finanzamt dein Abgabenkonto/Steuerkonto führt: in FinanzOnline oder auf Bescheiden/Schreiben. Wenn du gerade erst startest, kann es sein, dass die Nummer noch nicht sichtbar ist, weil die steuerliche Erfassung noch läuft.
⚠️ Achtung: Wenn du nur allgemeine Stammdaten siehst, fehlt dir eventuell die richtige Rolle/Berechtigung (z. B. Unternehmenszugang).
Auf Bescheiden und Schreiben steht die Nummer oft im Kopfbereich bei deinen Daten (manchmal als „Abgabenkonto“, „Abgabenkontonummer“ oder „Steuernummer“ bezeichnet).
Wenn du keinen Zugriff auf FinanzOnline hast oder gerade gar nichts findest: Du kannst die Steuernummer auch beim Finanzamt abfragen. Rechne damit, dass du zur Identifikation ein paar Daten bestätigen musst.
Als Unternehmer:in „beantragst“ du die Steuernummer in Österreich selten als einzelne Nummer. Du bekommst sie, wenn dein Betrieb beim Finanzamt steuerlich erfasst ist. Das Ergebnis ist dein Abgabenkonto – inklusive Abgabenkontonummer, also deiner Steuernummer. Genau diese Nummer brauchst du dann für den laufenden Kontakt mit dem Finanzamt.
Du bekommst die Steuernummer, sobald das Finanzamt deinen Betrieb als steuerlichen Fall angelegt hat. Das passiert typischerweise, wenn du:
💡 Wichtig fürs Verständnis: Die Steuernummer ist nicht „die Voraussetzung, um starten zu dürfen“, sondern die Folge daraus, dass du dem Finanzamt meldest: Ich bin jetzt unternehmerisch tätig und brauche ein Steuerkonto.
Es gibt drei Formulare für die steuerliche Erfassung: Verf 24, Verf 15 und Verf 16. Welches Formular für dich das richtige ist, hängt von deiner Unternehmensrechtsform ab:
Verf 24 – wenn du eine natürliche Person bist, also
👉 Was das bedeutet: Du bist steuerlich „du als Person“, nur eben mit unternehmerischer Tätigkeit.
Verf 15 – wenn du eine Kapitalgesellschaft gründest, also:
👉 Was das bedeutet: Das Unternehmen ist eine eigene juristische Person. Deshalb läuft die steuerliche Erfassung anders als beim Einzelunternehmen.
Verf 16 – wenn du eine Personengesellschaft hast, also z. B.:
👉 Was das bedeutet: Es gibt eine Gesellschaft als Einheit, aber steuerlich spielen auch die beteiligten Personen eine Rolle. Darum eigenes Formular.
Wenn du unsicher bist: Nicht nach BauchgefĂĽhl entscheiden, sondern nach der Rechtsform. Ein Blick ins Firmenbuch bzw. in deine GrĂĽndungsunterlagen reicht.
Je nach Formular sind die Details etwas anders, aber diese Punkte kommen praktisch immer:
Basisdaten
Tätigkeit
Umsatz-/Planwerte
Bankverbindung
Beteiligte Personen (je nach Rechtsform)
Wenn du mit einer Steuerberatung arbeitest, kann sie dir sagen, welche Angaben bei deiner Konstellation besonders wichtig sind. Aber du kannst die Erfassung auch selbst sauber erledigen, wenn du die Daten vorbereitet hast.
Wenn die Angaben vollständig sind, klappt die Zuteilung oft innerhalb von 1–2 Wochen. Mit Rückfragen oder fehlenden Unterlagen dauert es entsprechend länger.
💡 Merke: Du musst nicht „auf gut Glück“ irgendeine Nummer erfinden. Die Steuernummer ist das Ergebnis der steuerlichen Erfassung – und steht danach in FinanzOnline bzw. auf den ersten Bescheiden.
Als Privatperson „beantragst“ du die Steuernummer in Österreich meist nicht wie ein Unternehmen bei der Gründung. In der Praxis bekommst du eine Abgabenkontonummer, sobald du beim Finanzamt in einem Fall geführt wirst, der ein eigenes Steuerkonto braucht - z. B. weil du eine Erklärung abgibst oder steuerlich erfasst wirst.
Typische Situationen:
⚠️ Wenn du nur „eine Nummer haben willst“, ohne dass es einen Anlass gibt, läuft das oft ins Leere. Das Finanzamt vergibt die Nummer nicht als „Ausweis“, sondern weil es ein Abgabenkonto braucht.
Der schnellste Weg ist, zuerst zu prĂĽfen, ob du die Nummer schon hast:
Wenn du nichts findest und sie wirklich brauchst, kontaktiere dein zuständiges Finanzamt und sag konkret, wofür du die Nummer brauchst (z. B. „für eine Einkommensteuererklärung“ oder „für Rückfragen zu einem Schreiben“).Halte dafür folgendes bereit:
⚡️ So vermeidest du Ping-Pong: Nicht „Ich brauche eine Steuernummer“ sagen, sondern den Anlass nennen. Dann kann die Stelle dich schneller zuordnen.
In Österreich hört man oft drei Steuerbegriffe, die viele durcheinanderbringen: Steuernummer (Abgabenkonto), UID (ATU…) und TIN. Der Unterschied ist simpel: Die Steuernummer ist für dein Steuerkonto beim Finanzamt, die UID ist für Umsatzsteuer im Geschäftsverkehr, und TIN ist ein Sammelbegriff, der je nach Formular etwas anderes meinen kann.
Die Steuernummer (oft als Abgabenkontonummer bezeichnet) ist deine interne „Kontonummer“ beim Finanzamt. Sie sorgt dafür, dass
💡 Wichtig: Die Steuernummer ist primär ein Behörden-Thema. Du brauchst sie für FinanzOnline, für den Kontakt mit dem Finanzamt und oft in der Zusammenarbeit mit Steuerberatung/Buchhaltung. Für Kund:innen auf Rechnungen ist sie in der Praxis nicht der zentrale Standard (Ausnahmen möglich, aber als Gründer: lieber nicht darauf setzen).
Die UID-Nummer (in Österreich beginnt sie mit ATU) ist deine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer. Sie wird relevant, wenn Umsatzsteuer im Spiel ist – vor allem bei:
Kurz gesagt: UID = „Umsatzsteuer im Geschäftsverkehr“.
Und: Nicht jedes Unternehmen hat automatisch sofort eine UID. Das hängt davon ab, ob und wofür du umsatzsteuerlich geführt wirst.
TIN steht für Tax Identification Number. Das ist kein „österreichisches Spezialformat“, sondern ein internationaler Sammelbegriff: Gemeint ist die Steuer-Identifikationsnummer, die ein Land zur eindeutigen Zuordnung verwendet.
In der Praxis heiĂźt das:
So gehst du sicher vor:
Für Gründer zählt nicht „Theorie“, sondern: Welche Nummer schreibe ich auf die Rechnung? Nutze diese einfache Logik:
📌 Merksatz für deinen Alltag:
Steuernummer = Finanzamt-Konto / Behördenthema.
UID (ATU) = Umsatzsteuer-Identifikation im Geschäftsverkehr, speziell B2B/EU.
Der Klassiker: Du findest eine Nummer, trägst sie ins falsche Feld ein – und später passt nichts zusammen. Merke dir nur das:
⚡️ Praktischer Check: Steht „ATU“ davor? Dann ist es UID, nicht Steuernummer.
Viele suchen ewig, weil sie im falschen Menü sind. Die Steuernummer steht nicht „irgendwo“ im Profil, sondern dort, wo dein Abgabenkonto/Steuerkonto angezeigt wird. Wenn du nur allgemeine Stammdaten siehst, bist du oft noch nicht tief genug im Bereich „Abfragen/Konten“.
Wenn du fĂĽr eine Firma suchst: Achte darauf, dass du im Unternehmenszugang bzw. mit der richtigen Rolle drin bist.
Bei Unternehmen läuft es fast immer über die steuerliche Erfassung (du meldest die Tätigkeit, dann kommt die Nummer). Als Privatperson bekommst du die Nummer meist erst, wenn es einen konkreten steuerlichen Anlass gibt (z. B. Veranlagung/Erklärung).
Wenn du dir unsicher bist, welcher Fall bei dir zutrifft: Frag nicht „Wie beantrage ich eine Steuernummer?“, sondern sag dem Finanzamt konkret, was du gerade machst (Gründung, erste Erklärung, Rückfrage zu einem Schreiben). Das spart Rückfragen und Zeit.
Am zuverlässigsten in FinanzOnline beim Abgabenkonto/Steuerkonto. Alternativ steht sie auf Bescheiden/Schreiben oft im Kopfbereich. Wenn du neu startest, kann es sein, dass sie erst nach der steuerlichen Erfassung sichtbar wird.
Auf Lohnunterlagen stehen oft Nummern, die sich auf die Abwicklung/den Arbeitgeber beziehen. Deine eigene Abgabenkontonummer findest du verlässlich in FinanzOnline oder auf Bescheiden.
Wenn du keinen Zugriff auf FinanzOnline hast oder nichts findest: beim Finanzamt abfragen. Plane eine kurze Identitätsprüfung ein.
Du bekommst sie, wenn dein Betrieb beim Finanzamt steuerlich erfasst ist. Das läuft typischerweise über FinanzOnline mit dem passenden Formular (z. B. Verf 24 für Einzelunternehmen, Verf 15 für GmbH/AG, Verf 16 für OG/KG). Danach wird dein Abgabenkonto angelegt und die Nummer vergeben.
Wenn die Angaben vollständig sind, klappt es oft in 1–2 Wochen. Rückfragen (Tätigkeit unklar, Startdatum fehlt, Gesellschaftsdaten unvollständig) verlängern die Dauer.
Nein. Steuernummer/Abgabenkonto ist fürs Steuerkonto beim Finanzamt. Die UID beginnt mit ATU und ist die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer für den Geschäftsverkehr (vor allem B2B/EU).
Eine 9-stellige Ziffernfolge. Sie kann mit oder ohne Trennzeichen dargestellt werden. Wichtig ist die Bezeichnung („Abgabenkonto“, „Abgabenkontonummer“, „Steuernummer“).

Wenn du in Österreich nach der „Steuernummer“ suchst, meinst du fast immer die Abgabenkontonummer. Du findest sie am schnellsten in FinanzOnline beim Abgabenkonto/Steuerkonto oder auf Bescheiden. Als Unternehmer bekommst du sie nicht als „lose Nummer“, sondern als Ergebnis der steuerlichen Erfassung – danach ist dein Abgabenkonto angelegt und die Nummer steht fest.
Für den Alltag ist wichtig, dass du die Begriffe sauber trennst: Steuernummer fürs Finanzamt/Steuerkonto, UID (ATU)für Umsatzsteuer im Geschäftsverkehr, TIN als Formular-Begriff, der je nach Kontext etwas anderes meinen kann. Wenn ein Feld unklar ist, frag kurz nach – das ist schneller als später Rechnungen oder Meldungen zu korrigieren.
lg Christian und das Team von shoperate
Alle Angaben in diesem Artikel wurden nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert. Eine Garantie kann dafĂĽr aber nicht abgegeben werden. Insbesondere stellt dieser Artikel keine Rechts- oder Steuerberatung dar.
Teste jetzt shoperate einen Monat gratis und unverbindlich. Anmelden, downloaden, loslegen!