Die AfA (Absetzung fĂŒr Abnutzung) zeigt dir, wie du Anschaffungen steuerlich korrekt ĂŒber mehrere Jahre verteilst. In diesem Guide bekommst du die Regeln fĂŒr Ăsterreich 2026, inklusive Erstjahr-Regel (halbes oder ganzes Jahr), linearer und degressiver AfA, einer AfA-Tabelle und praxisnahen Beispielen fĂŒr Auto, IT, Software und GebĂ€ude.

AfA bedeutet: Du verteilst die Kosten eines abnutzbaren Anlageguts (z. B. Laptop, Maschine, Einrichtung) auf mehrere Jahre. Steuerlich zÀhlt nicht, dass du heute zahlst, sondern wie lange du das Wirtschaftsgut nutzt.
Kurzformel:
đ AfA pro Jahr = Anschaffungskosten Ă· Nutzungsdauer
Ohne AfA wĂŒrdest du teure Anschaffungen im Kaufjahr komplett als Aufwand ansetzen. Das wĂŒrde Gewinne stark schwanken lassen. AfA sorgt fĂŒr:
đĄ Merke: AfA ist kein âBonusâ, sondern die steuerliche Abbildung von Wertverlust durch Nutzung.
Im Alltag sagt man oft âAbschreibungâ. In Ăsterreich ist damit meistens die steuerliche AfA gemeint. Daneben gibt es zwei verwandte Begriffe:
Die AfA startet grundsÀtzlich ab dem Zeitpunkt, ab dem du das Wirtschaftsgut betriebsbereit nutzt. Das ist nicht immer das Rechnungsdatum.
Typische Beispiele:
â ïž Wichtig: Genau hier hĂ€ngt oft die Erstjahr-Regel (halbes oder ganzes Jahr). Das klĂ€ren wir im eigenen Abschnitt âAfA im ersten Jahrâ.
FĂŒr AfA muss es Anlagevermögen sein. Faustregel:
đĄ Merke: âTeuerâ ist nicht automatisch Anlagevermögen. Entscheidend ist Nutzungsdauer und Abnutzbarkeit.
AfA gibt es nur fĂŒr abnutzbare WirtschaftsgĂŒter.
Die AfA startet immer bei den Anschaffungs- oder Herstellungskosten. In der Praxis ist das oft mehr als der âKaufpreisâ.
Zu den Anschaffungskosten gehören typischerweise:
Nicht dazu gehören typischerweise:
đĄ Merke: Frage dich immer: âWar diese Ausgabe nötig, damit das Wirtschaftsgut betriebsbereit ist?â Wenn ja, ist sie oft Teil der Anschaffungskosten.
Die AfA pro Jahr hÀngt direkt an der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.
Du kannst dich dabei in der Praxis stĂŒtzen auf:
â ïž Wichtig: Eine âzu kurzeâ Nutzungsdauer ohne BegrĂŒndung ist ein Klassiker fĂŒr RĂŒckfragen bei PrĂŒfungen. Lieber kurz, aber sauber begrĂŒndet.
FĂŒr den Standardfall (linear) gilt:
đ Jahres-AfA = Anschaffungskosten Ă· Nutzungsdauer
Der Restbuchwert ist der Wert, der nach Abschreibungen ânoch ĂŒbrigâ ist:
đ Restbuchwert = Anschaffungskosten â bisherige AfA
Warum das wichtig ist:
In Ăsterreich entscheidet fĂŒr die Erstjahres-AfA nicht das Rechnungsdatum, sondern der Zeitpunkt der Inbetriebnahme. Wird ein Wirtschaftsgut im zweiten Halbjahr (ab 1. Juli) in Betrieb genommen, darfst du im ersten Jahr grundsĂ€tzlich nur die halbe Jahres-AfA ansetzen.
đĄ Merke: âIn Betrieb genommenâ heiĂt: betriebsbereit genutzt. Lieferung allein reicht oft nicht, wenn z. B. Montage, Installation oder Freigabe noch fehlt.
Wird ein Wirtschaftsgut im ersten Halbjahr (vor 1. Juli) in Betrieb genommen, kannst du grundsÀtzlich die volle Jahres-AfA ansetzen.
Das ist die praktische Daumenregel fĂŒr die Planung:
â ïž Achtung: Das gleiche Prinzip gilt auch beim Ausscheiden (z. B. Verkauf, Entnahme). Scheidet das Wirtschaftsgut im ersten Halbjahr aus, gibt es meist nur Halbjahres-AfA. Scheidet es im zweiten Halbjahr aus, ist meist die Ganzjahres-AfA möglich.
Bei GebĂ€uden gelten eigene Regeln. In deinen Quellen wird die Halbjahresregel bei GebĂ€uden ausdrĂŒcklich nichtangewendet, daher musst du GebĂ€udefĂ€lle getrennt behandeln und nicht 1:1 von Maschinen oder IT ĂŒbernehmen.
â ïž Achtung: Ein typischer Fehler ist, die Halbjahresregel pauschal auf alles anzuwenden. Bei GebĂ€uden baue ich deshalb im Abschnitt âGebĂ€ude-AfAâ eine klare Entscheidungslogik ein.
â ïž Achtung: Vergessene Abschreibungen solltest du nicht âirgendwann nachholenâ. In deinen Unterlagen steht explizit, dass das nicht einfach spĂ€ter korrigiert werden kann. Dokumentiere daher Inbetriebnahme und AfA-Beginn sauber.
In Ăsterreich kannst du geringwertige WirtschaftsgĂŒter (GWG) bis 1.000 ⏠sofort als Aufwand absetzen. MaĂgeblich ist dabei in der Praxis der Nettobetrag, wenn du vorsteuerabzugsberechtigt bist. Bist du nicht vorsteuerabzugsberechtigt (z. B. Kleinunternehmer ohne Option), ist fĂŒr dich effektiv der Bruttobetrag relevant.
đĄ Tipp: FĂŒr Bilanzierer zĂ€hlt das Jahr der Anschaffung/Herstellung, fĂŒr E/A-Rechner in der Regel das Jahr der Zahlung.
Der praktische Kern:
đĄ Merke: GWG ist steuerlich oft der schnellste Weg, Anschaffungen im Kaufjahr wirksam zu machen.
Die GWG-Grenze wird in der Praxis unterschiedlich betrachtet, je nachdem ob du Vorsteuer ziehen kannst:
â ïž Achtung: Das ist eine der hĂ€ufigsten Fehlerquellen, weil Rechnungen âbruttoâ wirken, die steuerliche Bemessung aber oft ânettoâ lĂ€uft.
1) Zubehör und Erweiterungen
Beispiel: Laptop knapp ĂŒber Grenze, Zubehör separat darunter.
Frage ist: Sind es eigenstĂ€ndige WirtschaftsgĂŒter oder âein Systemâ?
2) BĂŒndelung in einer Rechnung
Eine Rechnung kann mehrere Einzelteile enthalten. Entscheidend ist, ob es einzeln nutzbar ist oder nur zusammen funktioniert.
3) âSchein-GWGâ
GegenstĂ€nde wirken klein, sind aber eigentlich Teil einer gröĂeren Anlage (z. B. fix eingebaute Komponenten)
đĄ Tipp: FĂŒr PrĂŒfungsfestigkeit hilft eine simple Dokumentation: âWarum ist es eigenstĂ€ndig nutzbar?â oder âWarum gehört es zur Anlage?â
Die lineare AfA ist der Standard in der Praxis: Du schreibst jedes Jahr den gleichen Betrag ab.
So passt linear besonders gut, wenn:
Formel (nochmals als Fixpunkt):
đĄ Merke: Linear ist meist die beste Wahl, wenn du âkeine SpezialfĂ€lleâ hast und steuerlich sauber bleiben willst.
Die hÀufigsten Fehler passieren nicht bei der Formel, sondern bei den Inputs:
Bei der degressiven AfA schreibst du jedes Jahr einen fixen Prozentsatz vom jeweiligen Restbuchwert ab. Der Prozentsatz darf maximal 30% betragen. Â
Du entscheidest die degressive AfA pro Wirtschaftsgut. Du darfst spĂ€ter von degressiv auf linear wechseln, aber nicht umgekehrt. Â
Degressiv kann sinnvoll sein, wenn:
Typische FĂ€lle:
đ Tipp: Degressiv ist oft ein LiquiditĂ€ts-Tool. Du holst dir steuerlich frĂŒher mehr Aufwand, zahlst spĂ€ter tendenziell mehr. Das kann strategisch sinnvoll sein, wenn du am Anfang mehr Spielraum brauchst.
Du kaufst 2026 eine Maschine um 10.000 Euro (vereinfachtes Beispiel, ohne USt-Themen). Du wÀhlst 25% degressiv.
Wenn die lineare AfA ab einem Jahr höher wĂ€re als die degressive, ist ein Wechsel auf linear hĂ€ufig sinnvoll. (Wechsel ist zulĂ€ssig.) Â
Degressiv ist nicht fĂŒr alles erlaubt. Ausgenommen sind insbesondere:
â ïž Achtung: Gerade bei Kfz gibt es viele Sonderregeln (auch rund um Vorsteuer und Angemessenheit). Degressiv ist hier in der Grundlogik oft keine Option.
In Ăsterreich darfst du von degressiv auf linear wechseln. Das ist praktisch, wenn die lineare AfA ab einem bestimmten Jahr höher wĂ€re als die degressive AfA (weil der Restbuchwert schon klein ist).
đĄ Merke: Der Wechsel ist ein typischer âOptimierungspunktâ, wenn du degressiv begonnen hast, aber spĂ€ter wieder âgleichmĂ€Ăigâ abschreiben willst.
In dieser AfA-Tabelle findest du die wichtigsten Standardwerte fĂŒr typische KMU-Anlagen in Ăsterreich. Sie hilft dir, Nutzungsdauer und AfA-Satz schnell einzuordnen. Einzelne Bereiche sind gesetzlich fix geregelt, anderes sind praxiserprobte Richtwerte.
đĄ Tipp: âWiderlegbarâ heiĂt: Du darfst eine kĂŒrzere Nutzungsdauer ansetzen, brauchst dafĂŒr aber in der Regel einen Nachweis (typisch: Gutachten).
So nutzt du die Tabelle richtig (Kurz-Check):
Bei GebĂ€uden gelten in Ăsterreich eigene Standardwerte. Entscheidend ist vor allem, wie das GebĂ€ude genutzt wird:
đĄ Merke: Das sind Standardwerte. In bestimmten FĂ€llen kann eine andere Nutzungsdauer nachgewiesen werden (typisch ĂŒber Gutachten).
Ein hÀufiger Fehler: Beim Immobilienkauf wird der gesamte Kaufpreis abgeschrieben. Das ist falsch.
Praxis: Du brauchst eine Aufteilung in
FĂŒr bestimmte GebĂ€ude-Investitionen gibt es eine beschleunigte GebĂ€udeabschreibung. Dabei wird im Vergleich zur normalen GebĂ€ude-AfA im ersten Zeitraum mehr abgeschrieben:
â ïž Wichtig fĂŒr deine Erstjahr-Logik: Bei dieser beschleunigten Regel ist die Halbjahres-AfA nicht anzuwenden. GebĂ€ude sind hier wirklich ein eigener Block.
Ob du Kosten sofort absetzen darfst oder ĂŒber Jahre abschreiben musst, hĂ€ngt oft an dieser Abgrenzung:
Instandhaltung / Reparatur (meist sofort Aufwand)
Herstellung / Verbesserung (meist aktivieren und abschreiben)
đĄ Tipp: Wenn MaĂnahmen âwie neuâ schaffen oder die Nutzung deutlich erweitern, ist es in der Praxis oft Herstellungsaufwand.
Fall 1: Umbau eines Lokals
neue Raumaufteilung, neue Leitungen, neue Theke fix verbaut
â hĂ€ufig Herstellung/Verbesserung, daher aktivieren + AfA
Fall 2: Austausch einer defekten Anlage
defekt gegen gleichwertig ersetzt
â hĂ€ufig Instandhaltung, daher sofort Aufwand
Bei Vermietung und Verpachtung (z. B. Wohnung, Haus, Zinshaus) lĂ€uft die Abschreibung im Kern gleich wie im Betrieb: Du schreibst abnutzbare WirtschaftsgĂŒter ĂŒber ihre Nutzungsdauer ab.
Die Praxis hat aber drei Besonderheiten:
đĄ Merke: Vermietung ist oft weniger âAfA rechnenâ, sondern mehr ârichtig zuordnenâ.
Bei Vermietung kommt es hĂ€ufig zu der Frage: âWas ist GebĂ€ude, was ist Ausstattung?â
Typische Beispiele:
â ïž Achtung: Wenn du mehrere Dinge gleichzeitig modernisierst, kippt es schnell in âHerstellung/Verbesserungâ, und dann wird es AfA-pflichtig.
1) Grundanteil vergessen
Der GebÀudewert muss vom Grundwert getrennt werden. Sonst ist die AfA zu hoch.
2) Sanierung falsch eingeordnet
kleine Reparatur als âHerstellungâ verbucht oder umgekehrt
Folge: falscher Zeitpunkt der steuerlichen Wirkung
3) Möbel und Ausstattung ĂŒbersehen
Bei möblierter Vermietung kann ein Teil des Investments nicht âGebĂ€udeâ, sondern Ausstattung sein. Dann gelten andere Nutzungsdauern als 66,6 Jahre.
đĄ Tipp: Wenn du vermietest, lohnt sich eine kleine Liste je Objekt:
Wenn du ein Auto im Betrieb nutzt, gibt es in Ăsterreich zwei groĂe Themen:
FĂŒr Pkw/Kombi ist die steuerliche Nutzungsdauer grundsĂ€tzlich 8 Jahre. Das ist ein gesetzlicher Standardwert. đĄ
Wichtig: FĂŒr Pkw/Kombi ist die degressive AfA im Regelfall nicht zulĂ€ssig (das hatten wir im Abschnitt âAfA ausgeschlossenâ).
Typische AfA-Logik bei Kauf:
Ob ein Fahrzeug als Pkw oder als vorsteuerabzugsberechtigtes Fahrzeug gilt, macht in der Praxis einen riesigen Unterschied.
Bei bestimmten Fahrzeugtypen (z. B. Kastenwagen, Pritschenwagen, Kleinbus) gibt es Listen/Typisierungen, die fĂŒr die steuerliche Behandlung relevant sind. Der Punkt ist nicht âMarketingâ, sondern:
đĄ Tipp: Wenn du ein Fahrzeug neu anschaffst, prĂŒfe die Einstufung vor dem Kauf. Das spart spĂ€ter Ărger.
Viele KMU stehen vor der Entscheidung:
Variante A: Kilometergeld
Variante B: Betriebsvermögen mit AfA
đĄ Merke: Kilometergeld ist einfacher. AfA ist oft genauer, aber mehr Dokumentation.
Wenn du AfA fĂŒrs Auto berechnen willst, brauchst du meist nur diese Inputs:
Beispiel Pkw-AfA:
Du kaufst einen Pkw um 30.000 ⏠netto (vorsteuerabzugsberechtigt) und hast 1.000 ⏠Nebenkosten. Deine Anschaffungskosten sind also 31.000 âŹ. Bei 8 Jahren Nutzungsdauer ergibt das eine Jahres-AfA von 31.000 ⏠÷ 8 = 3.875 âŹ. Nimmst du das Auto im August in Betrieb, gilt im ersten Jahr typischerweise Halbjahres-AfA, also 1.937,50 âŹ. Nutzt du den Pkw zu 70% betrieblich, sind im ersten Jahr 1.937,50 ⏠à 70% = 1.356,25 ⏠als AfA absetzbar.
Ob du AfA âverbuchstâ hĂ€ngt davon ab, wie du deinen Gewinn ermittelst:
Einnahmen-Ausgaben-Rechnung (E/A)
Bilanzierung
đĄ Merke: AfA ist kein âBuchhaltungstrickâ. Sie sorgt nur dafĂŒr, dass sich der Aufwand ĂŒber die Nutzungsdauer verteilt.
Das Anlagenverzeichnis ist dein Sicherheitsgurt. Wenn das sauber ist, sind AfA-Fragen meist schnell erledigt.
Minimum je Anlagegut:
â Tipp: Notiere bei SonderfĂ€llen kurz die BegrĂŒndung, z. B. âNutzungsdauer 3 Jahre wegen intensiver Nutzungâ.
FĂŒr typische KMU reicht eine simple Doku-Mappe:
đĄ Merke: Die meisten Probleme entstehen nicht durch falsche Formeln, sondern durch fehlende Nachweise.
Eine auĂerplanmĂ€Ăige Abschreibung kommt ins Spiel, wenn der Wert eines Wirtschaftsguts auĂergewöhnlich sinkt, zum Beispiel:
Dann reicht die normale âplanmĂ€Ăigeâ AfA nicht mehr, weil sie den tatsĂ€chlichen Wertverlust nicht abbildet.
â ïž Wichtig: Das muss begrĂŒndbar und dokumentiert sein (Schadensbericht, Reparaturkostenvoranschlag, Fotos, Versicherung).
Die kalkulatorische Abschreibung ist nicht steuerlich, sondern betriebswirtschaftlich. Sie hilft dir bei Preisen und DeckungsbeitrÀgen.
Typische Unterschiede zur steuerlichen AfA:
đĄ Mini-Beispiel: Du hast eine Maschine steuerlich noch fast âabgeschriebenâ, aber du weiĂt, dass du bald neu kaufen musst. Kalkulatorisch willst du dafĂŒr heute schon Kosten einpreisen, damit dein Preis passt.
Eine Abschreibung verteilt die Kosten eines abnutzbaren Wirtschaftsguts auf mehrere Jahre. Du setzt nicht den gesamten Kaufpreis im Anschaffungsjahr ab, sondern jĂ€hrlich einen Teil als Aufwand. Steuerlich heiĂt das in Ăsterreich AfA (Absetzung fĂŒr Abnutzung). Das betrifft typische Anschaffungen wie Laptop, Einrichtung, Maschinen oder Fahrzeuge.
AfA bedeutet âAbsetzung fĂŒr Abnutzungâ. Gemeint ist die steuerliche Abschreibung eines Anlageguts ĂŒber seine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Die Grundidee: Ein Wirtschaftsgut nutzt sich ĂŒber die Zeit ab. Diese Abnutzung bildet die AfA jĂ€hrlich als Aufwand ab.
Du ermittelst zuerst die Anschaffungskosten (inkl. Nebenkosten wie Lieferung oder Montage). Dann legst du eine Nutzungsdauer fest und berechnest daraus die jĂ€hrliche AfA. In Ăsterreich ist auĂerdem wichtig, wann das Wirtschaftsgut in Betrieb genommen wird, weil das den AfA-Betrag im ersten Jahr beeinflussen kann (volle oder halbe AfA).
Bei der degressiven Abschreibung schreibst du jedes Jahr einen festen Prozentsatz vom Restbuchwert ab. Dadurch ist die AfA am Anfang höher und sinkt spĂ€ter. In Ăsterreich ist der Satz maximal 30%. Degressiv ist aber nicht fĂŒr alle WirtschaftsgĂŒter erlaubt, z. B. nicht fĂŒr GebĂ€ude und nicht fĂŒr Pkw/Kombi.
Linear passt, wenn du eine einfache, gleichmĂ€Ăige Abschreibung willst oder wenn das Wirtschaftsgut ĂŒber die Jahre Ă€hnlich genutzt wird. Degressiv kann sinnvoll sein, wenn der Nutzen am Anfang besonders hoch ist oder du in den ersten Jahren mehr Aufwand brauchst. In der Praxis wĂ€hlst du degressiv vor allem bei neuen, körperlichen WirtschaftsgĂŒtern, die nicht ausgeschlossen sind. Ein spĂ€terer Wechsel von degressiv auf linear ist möglich.
In Ăsterreich hĂ€ngt die AfA im ersten Jahr stark vom Zeitpunkt der Inbetriebnahme ab. Wird das Wirtschaftsgut im zweiten Halbjahr in Betrieb genommen, gilt in vielen FĂ€llen eine Halbjahres-AfA. Bei GebĂ€uden gelten teils Sonderregeln. Entscheidend ist daher nicht nur das Rechnungsdatum, sondern ab wann du das Wirtschaftsgut tatsĂ€chlich betriebsbereit nutzt.
In der KMU-Praxis werden IT-GerĂ€te oft mit 3 Jahren Nutzungsdauer angesetzt, bei Monitoren, Druckern oder Netzwerkkomponenten teils lĂ€nger (z. B. 3â5 Jahre). Liegt der Wert unter der GWG-Grenze (1.000 âŹ), ist hĂ€ufig ein Sofortabzug möglich. Liegt er darĂŒber, lĂ€uft es ĂŒber AfA.
GebĂ€ude haben eigene Standard-AfA-SĂ€tze. FĂŒr BetriebsgebĂ€ude werden hĂ€ufig 2,5% angesetzt, bei zu Wohnzwecken vermieteten GebĂ€uden 1,5%. Wichtig ist die Trennung zwischen Grund und Boden (nicht abschreibbar) und dem GebĂ€udewert (abschreibbar). ZusĂ€tzlich kann es bei GebĂ€uden Sonderregeln wie eine beschleunigte Abschreibung geben.
Bei Vermietung steht meist die GebĂ€ude-AfA im Vordergrund. Bei Wohnzweck sind als Standard oft 1,5% ĂŒblich. Die tatsĂ€chliche Dauer hĂ€ngt vom AfA-Satz und von der Bemessungsgrundlage ab. ZusĂ€tzlich können eigene WirtschaftsgĂŒter wie KĂŒche oder Möbel separat abgeschrieben werden, wenn sie nicht Teil des GebĂ€udes sind.
Du hast typischerweise zwei Wege: Kilometergeld oder Betriebsvermögen mit AfA. Bei AfA ist fĂŒr Pkw/Kombi hĂ€ufig eine Nutzungsdauer von 8 Jahren relevant. ZusĂ€tzlich spielen Privatanteil, laufende Kosten und die korrekte Einstufung (Pkw vs. vorsteuerabzugsberechtigtes Fahrzeug) eine groĂe Rolle. FĂŒr schnelle Planung hilft ein âPkw-Rechnerâ mit Kaufpreis, Nebenkosten, Inbetriebnahme-Datum und betrieblichem Anteil.
Mindestens: Bezeichnung des Wirtschaftsguts, Anschaffungsdatum, Inbetriebnahme, Anschaffungskosten (inkl. Nebenkosten), Nutzungsdauer, AfA-Methode, AfA je Jahr, Restbuchwert und Belegverweis. Bei gemischter Nutzung kommt der Privatanteil dazu. Wenn du von Richtwerten abweichst, notiere kurz die BegrĂŒndung.

In Ăsterreich bedeutet AfA (Absetzung fĂŒr Abnutzung), dass du gröĂere Anschaffungen wie GerĂ€te, Einrichtung oder Fahrzeuge nicht sofort vollstĂ€ndig absetzt, sondern ĂŒber mehrere Jahre verteilst. Basis sind die Anschaffungskosten (inkl. Nebenkosten) und eine plausible Nutzungsdauer. Im Alltag zĂ€hlt nicht nur das Rechnungsdatum, sondern vor allem die Inbetriebnahme, weil sie bestimmt, wie viel AfA im ersten Jahr angesetzt werden kann.
FĂŒr die meisten KMU ist die lineare AfA der Standard. Degressive AfA kann sinnvoll sein, wenn der Nutzen am Anfang besonders hoch ist, ist aber rechtlich eingeschrĂ€nkt und nicht fĂŒr alle WirtschaftsgĂŒter erlaubt. FĂŒr schnelle Orientierung helfen AfA-Tabellen mit gesetzlichen Standardwerten und typischen Praxis-Richtwerten, ergĂ€nzt um Sonderregeln bei GebĂ€uden, Vermietung und Kfz.
lg Christian und das Team von shoperate
Alle Angaben in diesem Artikel wurden nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert. Eine Garantie kann dafĂŒr aber nicht abgegeben werden. Insbesondere stellt dieser Artikel keine Rechts- oder Steuerberatung dar.
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