Skonto

Skonto berechnen, richtig abziehen und auf der Rechnung angeben

Letztes Update:
17.2.2026

Skonto

Christian

Christian

GrĂŒnder von shoperate

Die smarte Registrierkasse

Skonto ist einer der einfachsten Wege, bei jeder Rechnung bares Geld zu sparen — oder als VerkĂ€ufer schneller an dein Geld zu kommen. In diesem Leitfaden erfĂ€hrst du, wie du Skonto richtig berechnest, ob es vom Brutto oder Netto abgezogen wird, wie du es korrekt auf der Rechnung angibst und welche typischen Fehler du vermeiden solltest.

Skonto

Was ist Skonto?

Skonto ist ein Preisnachlass fĂŒr schnelle Zahlung. Wer eine Rechnung innerhalb der vereinbarten Frist bezahlt, darf einen festen Prozentsatz vom Rechnungsbetrag abziehen. Die Kurzformel: Zahlbetrag = Rechnungsbetrag − (Rechnungsbetrag × Skontosatz).

Der Begriff stammt vom italienischen „scontare" — so viel wie „abziehen". Zwei Begriffe sind dabei entscheidend. Die Skontofrist bezeichnet den Zeitraum, in dem du den Abzug nutzen kannst — in der Praxis meist 7 bis 14 Tage ab Rechnungsdatum. Das Zahlungsziel ist die regulĂ€re Frist ohne Abzug, hĂ€ufig 30 Tage. Wird innerhalb der Skontofrist bezahlt, reduziert sich der Rechnungsbetrag um den vereinbarten Prozentsatz. Wird das Zahlungsziel genutzt, ist der volle Betrag fĂ€llig.

Skonto ist grundsĂ€tzlich freiwillig. Es gibt keinen gesetzlichen Anspruch darauf — der Abzug muss vom Rechnungssteller ausdrĂŒcklich angeboten werden. Seit der Abschaffung des Rabattgesetzes im Jahr 2002 gibt es in Deutschland und Österreich auch keine gesetzliche Obergrenze mehr fĂŒr die Höhe des Skontos.

💡 Merke: Skonto ist kein Rabatt. Es wird nicht beim Kauf, sondern erst bei der Zahlung relevant — und nur, wenn die Frist eingehalten wird.

Skonto berechnen — Formel und Beispiel

Die Berechnung von Skonto folgt einer einfachen Formel:
👉 Skontobetrag = Rechnungsbetrag × Skontosatz Ă· 100

Der zu zahlende Betrag ergibt sich dann aus der Differenz: Rechnungsbetrag minus Skontobetrag.

Rechenbeispiel

Ein Lieferant stellt eine Rechnung ĂŒber 2.380 € brutto (2.000 € netto + 19 % USt). Die Zahlungsbedingung lautet: „3 % Skonto bei Zahlung innerhalb von 14 Tagen, 30 Tage netto."

Position Betrag
Rechnungsbetrag (brutto) 2.380,00 €
Skontosatz 3 %
Skontobetrag (2.380 × 3 %) 71,40 €
Zahlbetrag bei Skonto 2.308,60 €

So berechnest du Skonto in 4 Schritten

Ob mit Taschenrechner oder Buchhaltungssoftware — du brauchst immer dieselben fĂŒnf Werte:

  1. Rechnungsbetrag (brutto oder netto, je nach B2B/B2C)
  2. Skontosatz in Prozent (z. B. 2 % oder 3 %)
  3. Skontofrist in Tagen (z. B. 7, 10 oder 14 Tage)
  4. Zahlungsziel ohne Abzug (z. B. 30 Tage)

Rechnung: Skontobetrag = Rechnungsbetrag × Skontosatz Ă· 100. Zahlbetrag = Rechnungsbetrag − Skontobetrag. Fertig.

👉 Tipp: Trage diese Werte bei jeder Eingangsrechnung direkt in deine Buchhaltung ein. So behĂ€ltst du den Überblick ĂŒber Fristen und Ersparnisse — ganz ohne separaten Skonto-Rechner.

Skonto-Staffelung

Manche Lieferanten bieten gestaffelte SkontosĂ€tze an — je schneller du zahlst, desto höher der Nachlass. Ein Beispiel:

  • Zahlung innerhalb von 5 Tagen: 3 % Skonto
  • Zahlung innerhalb von 14 Tagen: 2 % Skonto
  • Zahlung innerhalb von 30 Tagen: netto (kein Abzug)

Übliche SkontosĂ€tze liegen in der Praxis zwischen 2 und 5 %. Am hĂ€ufigsten werden 2 % oder 3 % vereinbart.

👉 Tipp: PrĂŒfe bei jeder Eingangsrechnung die Zahlungsbedingungen. Ein kleiner Prozentsatz summiert sich ĂŒber das Jahr zu einer spĂŒrbaren Ersparnis.

Wird Skonto vom Brutto oder Netto abgezogen?

Das hÀngt davon ab, ob dein Kunde ein Unternehmen (B2B) oder eine Privatperson (B2C) ist.

B2C (Privatkunden): Das Skonto wird direkt vom Bruttobetrag abgezogen — also vom Gesamtbetrag inklusive Umsatzsteuer. Der Kunde zahlt einfach den reduzierten Betrag.

B2B (GeschĂ€ftskunden): Die Berechnung erfolgt auf Basis des Nettobetrags. Der Skontobetrag wird vom Netto abgezogen, danach wird die Umsatzsteuer auf den reduzierten Nettobetrag neu berechnet. Grund: Die USt ist fĂŒr vorsteuerabzugsberechtigte Unternehmen ein durchlaufender Posten.

Beispiel: B2B-Skonto

Position Ohne Skonto Mit 3 % Skonto
Nettobetrag 1.000,00 € 970,00 €
USt (19 %) 190,00 € 184,30 €
Bruttobetrag 1.190,00 € 1.154,30 €

Die tatsĂ€chliche Ersparnis im B2B-Bereich betrĂ€gt in diesem Fall 35,70 € — nicht nur die 30 € Netto-Skonto, sondern zusĂ€tzlich die anteilige USt-Reduktion.

⚠ Achtung: Ist ein GeschĂ€ftskunde nicht vorsteuerabzugsberechtigt (z. B. Kleinunternehmer nach § 19 UStG), wird Skonto wie bei Privatkunden vom Bruttobetrag berechnet.

Skonto und Rabatt — was ist der Unterschied?

Skonto und Rabatt sind beides PreisnachlĂ€sse — aber sie unterscheiden sich in Zeitpunkt, Anlass und steuerlicher Behandlung.

Merkmal Skonto Rabatt
Zeitpunkt Nach Rechnungsstellung, bei Zahlung Bei Kauf oder auf der Rechnung
Anlass Schnelle Zahlung innerhalb der Frist Menge, Treue, Aktionszeitraum
Bedingung Fristgerechte Zahlung Bereits beim Vertragsabschluss gewÀhrt
Buchung NachtrÀgliche Korrektur (Entgeltminderung) Direkte Minderung auf der Rechnung
Beispiel „3 % bei Zahlung innerhalb von 14 Tagen" „10 % Mengenrabatt ab 100 StĂŒck"

Werden Rabatt und Skonto kombiniert, gilt: Zuerst wird der Rabatt vom Listenpreis abgezogen, danach das Skonto auf den bereits reduzierten Betrag berechnet.

Skonto auf der Rechnung richtig angeben

Damit dein Kunde Skonto abziehen darf, muss die Rechnung die Bedingungen klar und eindeutig enthalten. Eine ErwÀhnung auf der Website oder in den AGB allein reicht in der Praxis grundsÀtzlich nicht aus.

Was auf die Rechnung gehört

  • Der Skontosatz in Prozent
  • Die Skontofrist (z. B. 14 Tage ab Rechnungsdatum)
  • Das regulĂ€re Zahlungsziel ohne Abzug
  • Optional: der konkrete Skontobetrag in Euro und der reduzierte Zahlbetrag

Formulierungsbeispiele

  • „Zahlbar innerhalb von 14 Tagen abzĂŒglich 3 % Skonto. Nach 30 Tagen rein netto."
  • „Bei Zahlung innerhalb von 7 Tagen gewĂ€hren wir 2 % Skonto. Zahlungsziel: 30 Tage netto."
  • „2 % Skonto bei Zahlungseingang innerhalb von 10 Tagen; 30 Tage netto."

👉 Tipp: Gib den konkreten Skontobetrag und den reduzierten Zahlbetrag direkt auf der Rechnung an. Das vermeidet Rechenfehler und beschleunigt die Zahlung.

⚠ Achtung: Ein Kunde darf Skonto nicht eigenmĂ€chtig abziehen, wenn es nicht auf der Rechnung vereinbart ist. Umgekehrt solltest du als Rechnungssteller darauf achten, dass die Formulierung eindeutig ist — sonst riskierst du Streit um nachtrĂ€gliche AbzĂŒge.

Skonto buchen — Nettomethode und Bruttomethode

FĂŒr die Verbuchung von Skonto gibt es zwei anerkannte Verfahren: die Bruttomethode und die Nettomethode. Beide sind buchhalterisch korrekt — sie unterscheiden sich im Aufwand.

Bruttomethode

Bei der Bruttomethode wird die Rechnung zunĂ€chst mit dem vollen Bruttobetrag eingebucht. Wird Skonto gezogen, erfolgt eine separate Korrekturbuchung ĂŒber ein eigenes Skonto-Konto. Die Umsatzsteuer wird ebenfalls anteilig korrigiert.

Vorteil: VollstĂ€ndige Nachvollziehbarkeit aller SkontobetrĂ€ge ĂŒber das Skonto-Konto. Nachteil: Erfordert zwei Buchungen pro Vorgang.

Nettomethode

Bei der Nettomethode wird die Rechnung direkt mit dem bereits um Skonto reduzierten Betrag eingebucht. Eine nachtrĂ€gliche Korrektur entfĂ€llt — die USt wird sofort auf Basis des geminderten Netto berechnet.

Vorteil: Weniger Buchungsaufwand, nur eine Buchung nötig. Nachteil: Wird das Skonto doch nicht gezogen, muss nachgebucht werden.

Kundenskonto vs. Lieferantenskonto

Perspektive Konto Wirkung
Kundenskonto (du gewÀhrst Skonto) ErlösschmÀlerung Mindert den Umsatzerlös (§ 277 Abs. 1 HGB)
Lieferantenskonto (du ziehst Skonto) Anschaffungskostenminderung Mindert die Anschaffungskosten (§ 255 Abs. 1 HGB)

💡 Merke: UnabhĂ€ngig von der Methode gilt — Skonto ist eine Entgeltminderung. Die Umsatzsteuer muss in jedem Fall anteilig korrigiert werden, sowohl beim Rechnungssteller als auch beim EmpfĂ€nger.

Skonto bei Handwerkerrechnungen

Bei Rechnungen aus dem Handwerk gelten besondere Regeln. Der gĂ€ngige Handelsbrauch besagt: Skonto wird grundsĂ€tzlich nur auf den Materialanteil gewĂ€hrt — nicht auf Arbeitszeit und Dienstleistungen.

Was ist skontierfÀhig?

  • SkontierfĂ€hig: Materialkosten, Baustoffe, Ersatzteile
  • Nicht skontierfĂ€hig: Lohnkosten, Arbeitszeit, Wartungsarbeiten, Fahrtkosten

Praxisbeispiel

Ein Elektriker stellt eine Rechnung ĂŒber 4.000 € netto: 2.500 € Material, 1.500 € Arbeitszeit. Bei 3 % Skonto gilt:

  • Skonto auf Material: 2.500 € × 3 % = 75 €
  • Skonto auf Lohn: 0 €
  • Gesamtersparnis: 75 €

⚠ Achtung: Diese Trennung muss auf der Rechnung erkennbar sein. Sind Material- und Lohnkosten nicht separat ausgewiesen, kann es zu Streit ĂŒber den skontierfĂ€higen Betrag kommen. Lass dir im Zweifel eine aufgeschlĂŒsselte Rechnung geben.

Skonto und Umsatzsteuer

Skonto ist steuerlich eine Entgeltminderung nach § 17 UStG (Deutschland) bzw. dem österreichischen UStG. Das bedeutet: Sowohl der Nettobetrag als auch die darauf entfallende Umsatzsteuer Àndern sich.

Auswirkungen fĂŒr Rechnungssteller und EmpfĂ€nger

  • Rechnungssteller: Muss die bereits abgefĂŒhrte USt anteilig korrigieren (weniger USt-Schuld).
  • RechnungsempfĂ€nger (B2B): Muss den Vorsteuerabzug anteilig berichtigen (weniger Vorsteuer).

Soll- vs. Ist-Versteuerung

Bei der Soll-Versteuerung entsteht die USt-Pflicht mit Rechnungsstellung. Wird spĂ€ter Skonto gezogen, muss im Zahlungszeitraum eine Korrektur gebucht werden. Bei der Ist-Versteuerung entsteht die USt-Pflicht erst mit Zahlungseingang — das Skonto wird automatisch im tatsĂ€chlich gezahlten Betrag berĂŒcksichtigt.

USt-SĂ€tze: Deutschland vs. Österreich

Land Regelsteuersatz ErmĂ€ĂŸigter Satz
Deutschland 19 % 7 %
Österreich 20 % 10 % / 13 %

Bei grenzĂŒberschreitenden GeschĂ€ften zwischen DE und AT ist darauf zu achten, dass der jeweils gĂŒltige Steuersatz korrekt angewendet und die Skontoberechnung entsprechend angepasst wird.

Die Berechnungslogik ist in beiden LĂ€ndern identisch — Skonto mindert das Entgelt, die USt wird anteilig korrigiert. Nur der Steuersatz unterscheidet sich. In Österreich gelten zudem die Bestimmungen des UGB(Unternehmensgesetzbuch) analog zum deutschen HGB. FĂŒr die Praxis bedeutet das: Die Buchungsmethoden (Netto/Brutto) und die Korrektur der Vorsteuer funktionieren nach demselben Prinzip.

💡 Merke: Im Zweifel besprich die steuerliche Behandlung von Skonto mit deinem Steuerberater — besonders bei gemischten SteuersĂ€tzen oder grenzĂŒberschreitenden Rechnungen.

Wann lohnt sich Skonto? Effektivzins berechnen

Auf den ersten Blick wirken 2 oder 3 % Skonto wenig. Rechnet man den Nachlass jedoch auf ein Jahr hoch, ergibt sich ein erstaunlich hoher Effektivzins.

Formel: Jahreszinssatz des Lieferantenkredits

👉 Effektivzins = (Skontosatz × 360) Ă· (Zahlungsziel − Skontofrist)

Beispiel

Zahlungsbedingung: 2 % Skonto bei Zahlung innerhalb von 7 Tagen, Zahlungsziel 30 Tage.

Effektivzins = (2 × 360) Ă· (30 − 7) = 31,3 % p. a.

Das bedeutet: Wer das Skonto nicht nutzt und stattdessen erst nach 30 Tagen zahlt, „zahlt" umgerechnet rund 31 % Jahreszins fĂŒr den Lieferantenkredit. Selbst ein kurzfristiger Bankkredit mit 8–10 % Zinsen wĂ€re in diesem Fall deutlich gĂŒnstiger.

💡 Tipp: In fast allen FĂ€llen lohnt es sich, Skonto zu ziehen — notfalls auch ĂŒber eine Kontokorrentlinie oder Factoring. Nutze die Formel, um den Vergleich fĂŒr deine konkreten Zahlungsbedingungen anzustellen.

Typische Fehler beim Skonto

Diese Fehler kosten in der Praxis bares Geld — oder fĂŒhren zu Streit mit Lieferanten und Kunden:

  • FristĂŒberschreitung: Es zĂ€hlt der Zahlungseingang beim EmpfĂ€nger, nicht das Absendedatum der Überweisung. Bei BankĂŒberweisung musst du 1–2 Werktage Vorlauf einplanen.
  • Wochenende nicht beachtet: FĂ€llt der letzte Tag der Skontofrist auf ein Wochenende oder einen Feiertag, muss die Zahlung bis zum letzten Werktag davor eingehen.
  • Skonto ohne Vereinbarung: Ein Kunde zieht Skonto ab, obwohl es auf der Rechnung nicht vereinbart ist. Das ist nicht zulĂ€ssig — Skonto muss ausdrĂŒcklich angeboten werden.
  • Brutto/Netto-Verwechslung: Skonto im B2B-Bereich wird vom Netto berechnet, nicht vom Brutto. Eine falsche Berechnung fĂŒhrt zu Differenzen bei der Umsatzsteuer.
  • Handwerkerrechnung pauschal abgezogen: Skonto nur auf den Materialanteil zu berechnen, wird oft ĂŒbersehen. Wird der volle Rechnungsbetrag gekĂŒrzt, ist die Differenz strittig.
  • Im-Hundert vs. Vom-Hundert: Bei der Vorkalkulation wird Skonto als „im Hundert" gerechnet (Aufschlag auf den Zielverkaufspreis), nicht als „vom Hundert" (Abzug). Diese Verwechslung fĂŒhrt zu Kalkulationsfehlern.

FAQ

Was bedeutet 2 % Skonto?

Ein Skonto von 2 % bedeutet, dass du 2 % des Rechnungsbetrags abziehen darfst, wenn du innerhalb der vereinbarten Frist zahlst. Bei einer Rechnung ĂŒber 1.000 € netto sparst du also 20 €. Die Frist liegt in der Praxis meist zwischen 7 und 14 Tagen. Wird sie ĂŒberschritten, ist der volle Betrag fĂ€llig. Details zur Berechnung findest du im Abschnitt Wird Skonto vom Brutto oder Netto abgezogen?

Ist Skonto gesetzlich geregelt?

Es gibt in Deutschland und Österreich keine gesetzliche Pflicht, Skonto anzubieten oder zu gewĂ€hren. Seit der Abschaffung des Rabattgesetzes 2002 existiert auch keine gesetzliche Obergrenze mehr fĂŒr den Skontosatz. Die Höhe und Bedingungen werden frei zwischen den Vertragsparteien vereinbart. Steuerlich wird Skonto als Entgeltminderung behandelt — geregelt in § 17 UStG (DE) bzw. im österreichischen UStG.

Wie hoch ist Skonto ĂŒblicherweise?

In der Praxis bewegen sich SkontosĂ€tze zwischen 2 und 5 %. Am hĂ€ufigsten sind 2 % oder 3 %. Die Skontofrist betrĂ€gt in der Regel 7 bis 14 Tage, das regulĂ€re Zahlungsziel 30 Tage. Höhere SĂ€tze kommen vor, wenn Lieferanten besonders schnelle Zahlung incentivieren wollen — etwa zur Verbesserung der eigenen LiquiditĂ€t.

Der oder das Skonto?

Beides ist korrekt. Laut Duden sind sowohl „der Skonto" als auch „das Skonto" zulĂ€ssig. Im kaufmĂ€nnischen Sprachgebrauch ist „das Skonto" etwas verbreiteter. Die Mehrzahl lautet „die Skonti" oder „die Skontos". Im Alltag spielt die Wahl des Artikels keine Rolle — du wirst in beiden FĂ€llen verstanden.

Kann man Skonto nachtrÀglich abziehen?

GrundsĂ€tzlich nein. Skonto darf nur dann abgezogen werden, wenn es auf der Rechnung oder in einer separaten Vereinbarung ausdrĂŒcklich angeboten wurde — und die Zahlung innerhalb der Skontofrist erfolgt. EigenmĂ€chtiges KĂŒrzen ohne Vereinbarung ist nicht zulĂ€ssig und kann zu Mahnungen oder Zahlungsstreitigkeiten fĂŒhren. Im Einzelfall lohnt es sich, das GesprĂ€ch mit dem Lieferanten zu suchen.

ZĂ€hlt die Skontofrist in Werktagen oder Kalendertagen?

GrundsĂ€tzlich in Kalendertagen — nicht in Werktagen. Wenn auf der Rechnung „14 Tage Skonto" steht, zĂ€hlen Samstage, Sonntage und Feiertage mit. Entscheidend ist allerdings der Zahlungseingang beim Rechnungssteller, nicht das Absendedatum. FĂ€llt der letzte Tag der Frist auf ein Wochenende oder einen Feiertag, sollte die Überweisung spĂ€testens am letzten Werktag davor raus — inklusive 1–2 Tagen Banklaufzeit. In der Praxis empfiehlt es sich, mindestens 2–3 Tage vor Fristende zu ĂŒberweisen.

Warum gewÀhrt ein VerkÀufer Skonto?

Der Hauptgrund ist LiquiditĂ€t. Durch Skonto motiviert der VerkĂ€ufer seine Kunden, Rechnungen schneller zu bezahlen. Das verbessert den Cashflow, senkt das Ausfallrisiko offener Forderungen und reduziert den Aufwand im Forderungsmanagement. FĂŒr den VerkĂ€ufer ist der Skontoabzug oft gĂŒnstiger als ein Bankkredit zur ÜberbrĂŒckung — und planbarer als darauf zu hoffen, dass Kunden pĂŒnktlich zahlen.

Christian
Christian
GrĂŒnder von shoperate

Skonto ist ein wirkungsvolles Instrument fĂŒr beide Seiten: VerkĂ€ufer verbessern ihre LiquiditĂ€t und senken das Ausfallrisiko, KĂ€ufer sparen bei jeder Rechnung bares Geld. Entscheidend ist, dass die Bedingungen klar auf der Rechnung stehen — mit Skontosatz, Frist und idealerweise dem konkreten Zahlbetrag.

Ob Skonto vom Brutto oder Netto abgezogen wird, hĂ€ngt vom Kundentyp ab. Im B2B-Bereich gilt die Nettoberechnung mit anschließender USt-Korrektur. Bei Privatpersonen wird der Bruttobetrag herangezogen. Wer den Effektivzins berechnet, stellt schnell fest: Skonto zu ziehen lohnt sich fast immer — selbst wenn dafĂŒr ein kurzfristiger Kredit nötig ist.

Achte auf die hĂ€ufigsten Fehler: FristĂŒberschreitung, falsche Brutto-Netto-Zuordnung und eigenmĂ€chtiges KĂŒrzen ohne Vereinbarung. Wer diese Punkte im Griff hat, nutzt Skonto als echten Wettbewerbsvorteil im Alltag.

lg Christian und das Team von shoperate

shoperate | Die smarte Registrierkasse
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Alle Angaben in diesem Artikel wurden nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert. Eine Garantie kann dafĂŒr aber nicht abgegeben werden. Insbesondere stellt dieser Artikel keine Rechts- oder Steuerberatung dar.

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